behle ralfDas lange Warten hat ein Ende. Fast vier Monate nach dem 8:1 über Attendorn kann die SG Finnentrop/Bamenohl erstmals wieder ein Heimspiel in der H&R-Arena austragen. Der neue Kunstrasenplatz, der um rund 20 Meter verlegt wurde, ist nun fertig und so steht dem ersten Spiel des Westfalenliga-Aufsteigers SG Finnentrop/Bamenohl in der „Heimat“ nichts mehr im Wege. Und zur Premiere kommt gleich ein ganz großes Kaliber: Oberliga-Absteiger SpVg Erkenschwick. Ein Leckerbissen für jeden Fußballfan, zumal die SG mit vier Punkten zum Auftakt sehr gut da steht und alle mit dem Saisonstart eigentlich sehr zufrieden sein könnten.

 

Überflüssige Niederlage

Wenn, ja wenn da nicht da nicht die Pokalspiele wären. Nach dem 1:4-Aus im Kreispokal beim VSV Wenden erwischte es die Behle-Elf am Donnerstag auch im Westfalenpokal. Mit 2:3 unterlag die SG dem Landesligisten SV Frohlinde und verbaute sich so für mindestens zwei Jahre die Chance auf einen attraktiven Gegner im neuen Schmuckstück H&R-Arena. Denn um sich für den Wettbewerb 2018/19 zu qualifizieren, müsste die SG Meister werden...

Trainer Ralf Behle war ziemlich verärgert über die Niederlage in Frohlinde. „Ich muss die Finger in die Wunde legen. Die Niederlage war völlig überflüssig. So ein Spiel musst du nach Hause bringen. Wie schon beim 2:2 am Sonntag in Kirchhörde schaffen wir es einfach nicht, einen Vorsprung über die Bühne zu bekommen. Vorne machen wir die Tore nicht. Wir kreieren viele Chancen. Aber dann muss man die Bälle auch mal einnetzen. Und hinten bekommen wir ärgerliche Tore rein“, echauffierte sich der Meistertrainer der SG Finnentrop/Bamenohl.

Am besten, so Behle weiter: „stellen wir uns bei Freistößen an den Fünfer und kloppen uns die Bälle selber rein.“

Das ärgerliche Ausscheiden im Westfalenpokal hatte gestern bereits eine Konsequenz: Der eigentlich geplante trainingsfreie Freitag wurde gestrichen und es gab eine deftige Ansprache des Trainers.

Doch Ralf Behle blickte gestern auch schon wieder nach vorne. Mit der SpVgg Erkenschwick kommen die bisherigen Minimalisten der Westfalenliga. Sechs Punkte mit zwei 1:0-Siegen stehen auf dem Konto der Gäste.

Pokal-Großtat gegen Marl-Hüls

Wie stark die Mannschaft von Trainer Zouhair Allali sein kann, zeigte sie am Donnerstag. Im Kreispokal schaltete der Westfalenligist den Oberligisten TSV Marl-Hüls in einem rassigen Pokalkampf mit 2:0 aus. „Das ist noch einmal eine ganz andere Qualität als Frohlinde. Da brauchen wir nicht drüber reden. Die haben die Qualität, die uns im Moment noch fehlt, eben knappe Vorsprünge zu halten“, so Ralf Behle

Trotzdem ist der Trainer hinsichtlich des zweite Heimspiels optimistisch und winkt bei der Frage, ob beim Aufeinandertreffen von Aufsteiger und Absteiger mit einem Punkt zufrieden sei, ab: „Eigentlich will ich immer gewinnen,“ sagt er schmunzelnd, „aber wir werden Erkenschwick sicher nicht in Grund und Boden spielen. Wir werden sehen, was heraus kommt.“

Quelle: Westfalenpost

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