flossbach holgerDer DSC Wanne-Eickel, Fünfter der Fußball-Westfalenliga, tritt beim Tabellenzweiten SpVgg. Erkenschwick an. Klar, die SpVgg. Erkenschwick sei auf einem guten Weg, Zuhair Allali leiste als Trainer gute Arbeit, die SpVgg. sei ein Traditionsverein mit tollen Fans. Holger Flossbach kann viel Positives, in dieser Saison auch sportlich, über den Absteiger aus der Oberliga Westfalen sagen. Allerdings: Um nur einen Punkt zu holen, trete sein DSC Wanne-Eickel nicht an bei der SpVgg. Erkenschwick (Sonntag, Anstoß 15 Uhr).

 

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Holger Flossbach war selbst mal eine Zeitlang Trainer der Erkenschwicker, länger hat sein spielender Co-Trainer Sebastian Westerhoff am Stimberg gekickt. Und SpVgg.-Trainer Allali ist zu seiner Zeit als Spieler auch in Gelb-Schwarz in der Mondpalastarena aufgelaufen. Aber von diesen Rückblicken abgesehen zählt für Holger Flossbach vor allem das Hier und Jetzt. Vielleicht sei es am sechsten Spieltag noch zu früh, von einem Spitzenspiel zu reden, sagt der DSC-Trainer. „Aber am Sonntag geht es schon um Big Points. Wir kämpfen um drei Punkte, damit wir den Anschluss nach oben halten“, so Flossbach. Oben ist da, wohin sich der Holzwickeder SC mit vier Siegen und einem Unentschieden (13 Punkte) und eben die Erkenschwicker (zwölf Punkte mit vier Siegen und einer Niederlage) gespielt haben. Der DSC folgt mit seinen neun Punkten auf Platz fünf.

Es ist schon länger her, dass Holger Flossbach eine umfangreichere Ausfallliste hatte. Vor dem Erkenschwick-Spiel muss er wieder einige Spieler mehr aufzählen, die verletzt ausfallen oder auszufallen drohen (Dawid Ginczek, Nick Ruppert, Mathias Tomaschewski, Christian Melchner), Grippe hatten (Sven und Patrick Preissing) oder beruflich bedingt nicht trainieren konnten (Josse Gerick, Stephen Lorenzen).

Genug Möglichkeiten im Kader

Aber, und das ist der Unterschied zur Vorsaison: im Kader gebe es in nun genug Möglichkeiten, um auf solche Situationen reagieren können, sagt Holger Flossbach.

In dieser Woche konnten die Wanner, wegen des Regens, nicht wie in der Woche zuvor im Training vor allem am Torschuss arbeiten, Taktik und Passspiel hätten im Vordergrund gestanden, berichtet der DSC-Trainer. Torschüsse geübt hatte sein Team allerdings unter Wettkampfbedingungen gegen den Kirchhörder SC: Reichlich Chancen hatten sich die Wanner da für weitere mögliche Treffer herausgespielt. Das 2:1 brachte aber den zweiten Sieg der Saison für die Wanne-Eickeler. Das nächste Hier und jetzt zählt für die Wanne-Eickeler Sonntag im Stimbergstadion.

von Stephan Falk (WAZ 15.09.2017 - 16:50 Uhr)

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