Iplechaty marion der Kampfbahn Schwansbell steigt am Sonntag das Topspiel des Spieltags in der Westfalenliga. Der Fünfte Lünen empfängt den Tabellenvierten Erkenschwick. Für viele ist das ein Derby.  Rund 30 Kilometer Autofahrt trennen den Westfalenliga-Fünften Lüner SV vom Tabellenvierten SpVgg Erkenschwick. Für viele Verantwortliche hat die Begegnung der beiden Teams am Sonntag um 15 Uhr in der Kampfbahn Schwansbell (Schwansbeller Weg 7, Lünen) dennoch Derby-Charakter. Ein Topspiel ist es allemal.

 

Westfalenliga 2

Lüner SV – SpVgg Erkenschwick

„Es sind zwei Traditionsvereine, deren Namen in der Region sehr bekannt sind. Beide haben hoch gespielt. Für mich ist es ein Derby“, sagt Lünens Trainer Mario Plechaty. Sein Gegenüber Rene Lewejohann geht nicht ganz so weit. Brisanz hat das Duell aber auch für ihn. „Es ist ein interessantes Spiel, von einem Derby würde ich allerdings nicht sprechen. Da hab ich persönlich keinen Bezug zu und es liegt ja auch einige Distanz zwischen uns“, sagt der Coach der Spielvereinigung. „Dennoch geht es darum, wer sich in der Spitzengruppe festigen kann. Ich erwarte daher einen heißen Tanz.“

Mit David Sawatzki hat der Gast aus Erkenschwick jemanden in den Reihen, der in Lünen wohnt und jahrelang für den BV Brambauer gespielt hat. Anders als sein Coach sieht er einen Derbycharakter im Duell. „Bis zum letzten Jahr haben wir mit Ausnahme von Testspielen lange nicht gegeneinander gespielt. Doch selbst in Testspielen war die Stimmung immer gut und hitzig“, sagt der 31-jährige Sawatzki, der seit 2011 ununterbrochen für Erkenschwick spielt. „Als Brambauer Junge ist für mich der Lüner SV natürlich ein Erzrivale. Deshalb ist das Spiel schon etwas Besonderes. Mit Blick auf die Tabelle ist es das Topspiel des Spieltags. Ich würde nicht sagen, dass jemand favorisiert ist. Der LSV ist ein Punkt hinter uns und damit quasi gleich auf.“

Spiele unter der Woche

Zwar hatte Erkenschwick in der Vorwoche spielfrei, aus dem Rhythmus gekommen ist das Team aber nicht. Am Dienstag gewann die SpVgg ein Testspiel gegen den Oberligisten SV Schermbeck mit 3:2. Das Spiel verspricht in jedem Fall Spannung. Plechaty hofft auf viele Zuschauer.

Der Lüner SV feierte indes das 1:0 im Westfalenpokal am Mittwoch gegen Oberligist Holzwickede. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Finnentrop/Bamenohl in der Vorwoche wollen die Lüner nun auch unbedingt wieder in der Liga in die Spur finden. Den Heimvorteil gilt es zu nutzen. „Wir haben Zuhause eine gute Quote und die soll so bleiben“, meint Plechaty, der jedoch auch um die Stärke des Gegners weiß: „Erkenschwick ist unangenehm, sehr aggressiv und eine schnelle Truppe. Die Einstellung muss stimmen“, sagt der Lüner Trainer. Am besten wäre es, wenn es so läuft wie gegen Holzwickede. Plechaty: „Da haben wir etwas ausprobiert, was sehr gut geklappt hat. Es war zudem wichtig, nach der Niederlage schnell wieder gespielt zu haben. Die Stimmung ist jetzt besser.“

Ärgerlich sind allerdings die Verletzungen von Sven Ricke und Yasin Acar. Beide fehlen definitiv. Ob Ersin Kusakci und Hakan Uzun auflaufen können, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining. Umstellen müssen die Rot-Weißen in jedem Fall. „Wir haben aber einen breiten Kader. Jetzt werden wieder andere eine Chance bekommen“, betont Plechaty. Erkenschwick hat dagegen alle Mann an Bord.

Was beim LSV zuletzt nicht stimmte, waren die Anfangsphasen der Spiele. Die ersten 15 bis 20 Minuten hätte sein Team oft verschlafen, sagt Plechaty. „Das darf uns gegen Erkenschwick nicht passieren, ansonsten liegen wir hinten. Wir müssen von der ersten Minute an defensiv stabil stehen und vorne effektiver sein. Es wird ein enges Spiel werden.“

von Steven Roch / Ruhrnachrichten

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