buendenbender stefanDer größte Wunsch des FSV Gerlingen (15. Platz/9 Punkte) ist relativ schnell formuliert. „Wir würden am liebsten mal eins mehr schießen als der Gegner“, sagt der Sportliche Leiter Stefan Büdenbender vor der Partie bei der Spvgg. Erkenschwick (10./15). Der Grund für dieses Bedürfnis ist naheliegend: Die letzten sechs Partien der Elf vom „Bieberg“ endeten allesamt mit einem Unentschieden. Zusammen mit dem einzigen Saisonsieg am 5. Spieltag gegen YEG Hassel ergibt das schon sieben Spiele in Folge ohne Niederlage.

 

 Eine starke Serie, die aber keine Sprünge in der Tabelle ermöglicht. „Wir sind dran, aber wir würden gerne mal die ein oder andere Mannschaft überholen“, so Büdenbender, dessen Mannschaft auch die kommenden Gastgeber noch in Sichtweite hat.

Das kommt freilich ein wenig überraschend, denn der Traditionsverein, der zu besten Zeiten in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aktiv war, hatte vor Saisonbeginn andere Ambitionen formuliert. Der Saisonstart aber misslang und so musste Trainer Ahmet Inal Ende September nach Niederlagen gegen Schlusslicht Hassel (0:4) und in Iserlohn (0:3) seinen Hut nehmen. Unter seinem Nachfolger David Sawatzki läuft es nun besser, in fünf Partien kam bislang nur eine weitere Pleite hinzu. Zuletzt punktete die SpVg sogar beim 1:1 bei Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl.

„Das ist ein unheimlich großer Name, der sich mit dem neuen Trainer auch stabilisiert hat und besser reingekommen ist. Auch wenn die Ergebnisse es nicht immer zeigen – das wird ein richtig dickes Brett“, weiß Büdenbender, der mit Blick auf den FSV aber klarstellt: „Wir fahren auch dort voller Tatendrang hin und wollen etwas mitnehmen.“

Essenziell ist dafür die Anfangsphase, denn Gerlingen lief in fast jedem Spiel früh einem Rückstand hinterher und rettete nur durch die mittlerweile in die Vereins-DNA übergegangene starke Moral und großen Kampf einen Punkt. „Wir sind im Idealfall einfach schon fünf Minuten früher auf dem Platz, um dann vom Anpfiff an hellwach zu sein“, lacht Stefan Büdenbender.

Mut macht indes die Personalsituation, denn Trainer Dirk Hennecke muss lediglich auf Steffen Scheppe verzichten, der mit einem Muskelfaserriss schon beim jüngsten 2:2 gegen den SV Hohenlimburg zuschauen musste. Ein Wechsel könnte wieder zwischen den Pfosten stattfinden, wo Marius Grebe im Aufsteiger-Duell den Vorzug vor Christoph Sauermann erhielt, der in den beiden Trainingswochen zuvor einige Einheiten verpasst hatte. Grebe aber sah bei den Gegentreffern nicht 100 Prozent glücklich aus, sodass ihm womöglich wieder die Bank droht.

Quelle: Pascal Mlyniec / FuPa

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