FCL legt Traumstart hin, verspielt gegen Erkenschwick aber beinahe eine Vier-Tore-Führung

winkel juergenWas für ein Wahnsinnsspiel im Hensel-Stadion! Der FC Lennestadt hat einen Traumstart in die Restrunde hingelegt und gegen die aufstrebende und hoch gehandelte Spielvereinigung Erkenschwick einen 6:3 (2:0) – Heimsieg gefeiert. Auch ein Einbruch in der Schlussphase, als Lennestadt drohte, einen 4:0-Vorsprung noch herzuschenken, brachte den Tabellenvierten nicht von den drei Punkten ab. Mit letzter Kraft stemmten sich die Hausherren gegen das Momentum und sorgten durch Florian Friedrichs für das erlösende 5:3 (90.). 

„Wir müssen zuhause forscher und mutiger spielen“, hatte Lennestadts Trainer Jürgen Winkel vor dem Spiel gefordert. Und dem kamen seine Schützlinge in beeindruckender Manier nach, fanden trotz dank „Sabine“ verlängerter Winterpause ohne Anlaufschwierigkeiten in die Partie. Die grippekranken Marvin Gouranis und Steffen Hebbeker waren pünktlich zu Spielbeginn fit geworden und standen auch gleich in der Stratelf. Den Anfang machte, wie so häufig, Top-Torjäger und Kapitän Florian Friedrichs, der schon beim 2:1-Hinspielsieg in Erkenschwick zur Führung getroffen hatte. Christian Schmidt verlängerte einen langen Ball per Kopf, Friedrichs setzte sich durch und schloss blitzschnell in die lange Ecke zum 1:0 ab (9.). Das Tor mussten die Lennestädter allerdings teuer bezahlen: Schmidt, der bei seiner Kopfballverlängerung auf den Boden gekracht war, musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Maurice Dobbener.

Umso wertvoller war dafür die Gnesung Gouranis'. Das 2:0 von Friedrichs kurz vor der Pause bereitete er mit einer maßgeschneiderten Flanke vor (43.). Samuel Eickelmann (58.) nach Querpass von Friedrichs und ein Eigentor von Andreas Ovelhey, der den Ball von der Linie kratzen wollte, ihn aber ins eigene Tor hämmerte (67.) - 4:0 lag Lennestadt in Front. Das Spiel war gelaufen. Oder doch nicht?

Plötzlich kam Erkenschwick wieder zurück. Binnen sieben Minuten erzielte die Spielvereinigung drei Treffer. Erst verkürzte Benan Sarikiz zum 1:4 (78.). Und dann schlug die Stunde des Bernad Gllojani, vor dem Winkel noch ausdrücklich gewarnt hatte. Samuel Eickelmann kam mit seinem Tackling viel zu spät, der Erkenschwicker Spielm,acher verwandelte den fälligen Strafstoß (80.). Beim 4:3 entwischte Gllojani nach einem langen Ball der Lennestädter Hintermannschaft und schloss ins linke Toreck ab (85.).

Auf einmal war es eine Zitterpartie – und Friedrichs avancierte endgültig zum Matchwinner. Völlig allein gelassen stand Friedrichs bei einer Ecke zwischen zwei Erkenschwickern und köpfte unbedrängt unter die Latte ein. Der Schlusspunkt einer furiosen Begegnung gehörte dann noch einmal Gouranis, der sehenswert den Endstand besorgte. Einen Abschlag von SpVgg-Keeper Philipp Amft fing er knapp hinter der Mittellinie ab und verwandelte präzise ins verwaiste Tor (90.+4).

Quelle: FuPa.net

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