sus neuenkirchenMit der Empfehlung eines 6:1-Heimsieges gegen den TuS Heven tritt der Fußball-Oberligist SuS Neuenkirchen morgen um 14.30 Uhr im ehrwürdigen Stadion Stimberg bei der SpVgg. Erkenschwick an. Die Gastgeber haben vor einer Woche in einem Spiel des Jahres einen 8:5-Auswärtserfolg in Gütersloh herausgeschossen. Doch die Neuenkirchener um das Trainerduo Tobias Wehmschulte und Stefan Rother sammeln mittlerweile auch auf des Gegners Platz fleißig Punkte und sind bei dem starken Tabellendritten durchaus für eine Überraschung gut.

 

      

Es dürfte das verrückteste Spiel der vergangenen Jahre gewesen sein, das die Teams aus Gütersloh und Erkenschwick vor einer Woche im Heidewaldstadion vor 528 Zuschauern ablieferten. Die Gastgeber schienen die Erkenschwicker förmlich überrennen zu wollen, führten nach 23 Minuten mit 3:0. Dann aber schlug die Spielvereinigung zurück, machte daraus bis zur 43. Minute einen 4:3-Führung. Zwar fiel mit dem Halbzeitpfiff noch das 4:4, doch nach der Pause boten die Erkenschwicker ganz großes Kino und schossen noch den deutlichen Sieg mit dem „Handballergebnis“ heraus.

Schon die Torschützenliste dieser Partie macht deutlich, wer die Leistungsträger im Team der SpVgg. Erkenschwick sind. Gleich als vierfacher Torschütze zeichnete sich Stoßstürmer Stefan Oerterer aus, der damit die Oberliga-Torschützenliste mit 14 Treffern anführt. Auch gleich zwei Mal erfolgreich war Sebastian Westerhoff, den SuS-Trainer Wehmschulte als „einen der besten Spieler der Oberliga“ bezeichnet. Das gesamte Spiel des Ligadritten laufe über ihn. „Er ist der Denker und Lenker“, sagte der Neuenkirchener Coach, „er ist der überragende Passspieler, spielt immer den richtigen Ball zu rechten Zeit, und er schießt auch unglaublich starke Standards.“ Die Neuenkirchener Defensive wird sich einiges einfallen lassen müssen, um diesen Ideengeber und Spielgestalter nur halbwegs in den Griff zu bekommen.

Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Heven musste der SuS auf seinen Innenverteidiger Nico Haverkamp verzichten, der durch eine Mandelentzündung außer Gefecht gesetzt war. Auf seine Position rückte Lars Pöhlker, der auch hier seine starken Leistungen der vergangenen Wochen bestätigte. „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns geworden“, sagte Wehmschulte, „er räumt hinten richtig gut ab, und auch im Spiel nach vorne unterlaufen ihm nur wenige Fehler.“

Haverkamp wird dennoch morgen erste Wahl als Innenverteidiger sein, doch Pöhlker könnte dennoch neben ihm spielen. Denn Felix Fuchs, eigentlich in der Innenverteidigung gesetzt, ist für eine Woche in den Urlaub gefahren. Er ist zwar am Sonntag wieder da, wird aber wohl zunächst nur auf der Bank sitzen. „Aber Felix ist sehr ehrgeizig und hat sein Programm auch im Urlaub durchgezogen“, bestätigte Wehmschulte.

Aber vielleicht ist auch Thomas Wessels wieder eine Alternative. Der hat seine Verletzung überwunden, steht wieder voll im Training und brennt auf eine Rückkehr in die Stammformation. So könnte er als Linksverteidiger beginnen und Emanuell Beckmann-Smith zurück ins defensive Mittelfeld gehen. Dennis Fischer absolvierte absprachegemäß zwei Spiele, morgen steht aber wieder Daniel Brink im Tor.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

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