sus_neuenkirchenWann, ja wann platzt der Knoten beim SuS Neuenkirchen? Immer noch steht die Mannschaft sieglos am Ende des Oberliga-Tableaus. Und nun kommt am Sonntag ein ganz dicker Brocken ins Waldstadion.

Gegen die SpVgg Erkenschwick hängen die Trauben extrem hoch.


„Erkenschwick fehlt es ein bisschen an der Konstanz. Ansonsten wären die genauso ein Titelaspirant wie Wattenscheid oder Lippstadt“, weiß SuS-Co-Trainer Hasan Ürkmez, was auf das Team zukommt. „Egal wen man fragt. Eine wirkliche Schwäche ist bei denen eigentlich nicht auszumachen.“

Überragender Zehner

Der Tabellen-Vierte hat in jedem Mannschaftsteil überragende Leute. Die Schlüsselfigur im Team ist Sebastian Westerhoff. Er dirigiert die Geschicke Erkenschwicks im Mittelfeld, ist ein echter Zehner und hat bereits sechs Saisontore auf dem Konto. „Der hat einfach alles drauf. Ob Schuss, Pass, Übersicht, Zweikampf. Der kann alles ausgezeichnet“, meint Ürkmez.

Nur einen Treffer weniger hat der beidfüßige Stürmer Stefan Oerterer erzielt und ist damit im Sturm eine echte Waffe. Die „Sechser“ Aaron Vasiliou und Tim Kilian verleihen dem Mittelfeld zudem zusätzliche Stabilität. Die Viererkette steuert der Kapitän Nils Eisen in bravouröser Manier.

Um dem Tabellenvierten etwas Zählbares abzujagen, muss vieles stimmen. Doch der SuS hat das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, trotz Roter Laterne, noch längst nicht verloren. „Wir haben unter der Woche sehr gut trainiert. Natürlich wurmt uns der letzte Platz. Wir sind aber keineswegs deprimiert“, so Ürkmez.

Personell gut aufgestellt

Eine offensive Herangehensweise schließt sich aus genannten Gründen sicherlich aus. Im Grunde kann Neuenkirchen auf die übliche Ausrichtung setzen: Kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen, Räume eng machen und auf Konter bauen. Doch diese müssen dann natürlich auch verwertet werden.

Im Kader gibt es keine Probleme. Im Gegenteil: Alex Deiters trainierte unter der Woche wieder und auch Julian Knocke trat gemeinsam mit seinen Teamkollegen gegen den Ball. Ürkmez: „Für Julian kommt das Spiel noch zu früh. Aber in zwei Wochen könnte er zumindest wieder auf der Bank sitzen. Das freut uns sehr. Am Sonntag ist es nicht ausgeschlossen, dass wir mit derselben Startelf beginnen wie in Sprockhövel. Das passte eigentlich ganz gut.“

Von Sebastian Klein / Münstersche Zeitung

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