Wird's auch im Rückspiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hernes Michael Planhof (links) und Sebastian Westerhoff? Foto: KrimpmannGeht’s nach den Teilnehmern bei unserer Internet-Umfrage, ist die Sache klar: Oberligist Spvgg. Erkenschwick wird das Nachholspiel an diesem Dienstagabend (18 Uhr) gegen Westfalia Herne gewinnen.



Knapp 90 Prozent der Teilnehmer sind dieser Meinung. Doch auch solch satte Mehrheiten können Magnus Nie-möller nicht davon abbringen: Leichte Gegner gibt es nicht. „Für Herne ist doch alles noch möglich. Und wenn es einen ungerechten Ausgang gegeben hat, dann in Herne“, meint der Trainer.

Vor den Augen von Niemöller unterlag die Mannschaft von Trainer Uli Reimann dem TuS Heven mit 0:1, womit der Traditionsverein seit nunmehr einem halben Jahr auf einen vollen Erfolg in der Oberliga wartet.

In den allgemeinen Abgesang will Magnus Niemöller dennoch nicht einstimmen: „Man darf nicht vergessen, dass diese Mannschaft innerhalb weniger Wochen eine komplette Rückrunde spielen muss. Ich traue ihr aber zu, dass sie es noch packt.“ Vorausgesetzt, Herne trifft endlich. Gerade auswärts ist die Westfalia noch einmal eine Ecke harmloser als ohnehin.

Erschwerend hinzu kommt für den Erkenschwicker Trainer, dass sein ohnehin kleiner Kader weiter dezimiert zu werden droht. Ob Kevin Kokot wieder fit sein wird, scheint ebenso fraglich wie der Einsatz von Torjäger Stefan Oerterer, der am Samstag in der Schlussphase des Spiels gegen Neuenkirchen einen heftigen Schlag auf den Fuß bekommen hat und seitdem über arge Schmerzen klagt. „Bei beiden wird’s eine knappe Geschichte“, meint der Trainer.

Der aber auch weiß, dass sein Team – egal in welcher personellen Konstellation – die Favoritenbürde tragen wird. Die sie sich auch redlich erarbeitet hat, wie der Übungsleiter meint: „Dass wir bislang so erfolgreich durch die englischen Wochen gekommen sind, ist ein Produkt des gesamten Teams, das sich bislang in keinem Spiel von irgendwelchen Schwächephasen aus der Bahn werfen lässt und deshalb total konstant punktet. Klar ist aber auch“, fährt Niemöller fort, „dass Herne ein besonderes Derby ist, wo der Gegner um sein Leben rennen wird. Und das Wort Derby ist auch für uns eine Verpflichtung. Alles unter einhundert Prozent ist daher nicht erlaubt.“
Spvgg. Erkenschwick - Westfalia Herne; Dienstag 18 Uhr – Stimberg-Stadion
Live-Ticker: www.stimberg-zeitung.de

Von Olaf Krimpmann

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