ball jabulaniViele Fußballspiele und selbst Derbys sind schnell vergessen, das Hinspiel zwischen dem FC 96 Recklinghausen und der Spvgg. Erkenschwick aber ist schon jetzt ein Fall für die Geschichtsbücher.

Sonntag, 15 Uhr -  Stimberg-Stadion



 
Ein Loch im Tornetz, das in der 41. Minute zu einem nicht gegebenen Treffer für Erkenschwick führte, war dabei die Schlüsselszene. Noch in der Halbzeitpause lieferten sich Offizielle heiße Wortgefechte, am Ende mussten Ordnungshüter aufgebrachte Erkenschwicker Zuschauer im Zaum halten. Die Partie endete schließlich 2:2, wobei Erkenschwick fast 50 Minuten in Unterzahl agierte, da Verteidiger Jan Schmidt über das nicht anerkannte Tor so erbost war, dass er Schiedsrichter Dimitrios Gavrilas verbal wild attackierte.
Dass sich die Recklinghäuser Verantwortlichen zu Unrecht attackiert fühlten, das wird auch am Sonntag im Rückspiel zumindest unterschwellig eine Rolle spielen. „So etwas vergisst man nicht, aber das sollte für Sonntag kein Thema mehr sein“, so 96-Trainer Peter Anders.
Nur zum Gratulieren werde er aber nicht kommen. „Der Reiz eines Derby besteht ja darin, dass es eben immer ein Prestigekampf ist, den keiner verlieren will.“ Allerdings verhehlt der Oer-Erkenschwicker nicht, dass er den Schwarz-Roten die Meisterschaft gönnt. Anders, in den 70er Jahren selbst für die Spvgg. am Ball, ist überzeugt: „Völlig egal wie das Spiel ausgeht, wird Erkenschwick verdient Meister. Erndtebrück ist nicht stabil genug, um alle drei Spiele noch zu gewinnen.“ Bei den Platzherren bangt Trainer Jürgen Wielert einmal mehr um etliche Stammkräfte. Möglich, dass wenigstens Abwehrchef Thomas Falkowski wieder dabei sein wird. Der Erkenschwicker Trainer: „Egal, wie der Gegner heißt: Wir wollen endlich die Meisterschaft perfekt machen und kräftig feiern. Dass wir das in einem Heimspiel wollen, sind wir unseren vielen Fans schuldig“
Spvgg. Erkenschwick - FC 96 Recklinghausen
So., 15 Uhr -  Stimberg-Stadion

von Olaf Krimpmann

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