falkowskiMARL. „Unvorstellbar!“ Jürgen Wielert war noch lange nach dem Derby beim VfB Hüls geschockt. Nicht wegen der Leistung seiner Mannschaft – der Trainer der Spvgg. Erkenschwick hielt sich noch einmal das Ergebnis vor Augen: 0:4 verloren! Jürgen Wielert, seinen Spielern, den Erkenschwicker Fans – ihnen allen machte der Verlauf der ersten Halbzeit schwer zu schaffen.
10. Minute: Erkenschwicks Stürmer Stefan Oerterer lässt den Hülser Verteidiger Mathias Tomaschewski ins Leere laufen, braust auf den Hülser Torwart Tobias Rantzow zu – und scheitert am reaktionsschnellen Keeper. 13. Minute: Sturmpartner Tobias Bockhoff kommt völlig frei zum Kopfball – auch diesmal rettet Rantzow prächtig.
In der 35. Minute ist der Torwart erneut zur Stelle, als die Erkenschwicker einen flotten Angriff über die linke Seite durchziehen und Oerterer den Ball im Hülser Tor unterbringen muss. Auf der Erkenschwicker Bank springen sie schon auf um zu jubeln – doch Oerterer scheitert.
Und der VfB? Die erste Ecke nach 34 Minuten. Einmal hatte sich Karagülmez auf der rechten Seite durchgesetzt, ein anderes Mal Tim Helwig – jeweils ohne präzisen Abschluss. „Wir hätten 1:3 zurückliegen können“, murmelte VfB-Abteilungsleiter Horst Darmstädter zur Pause.
Nach dem Wechsel verstärkt der VfB seinen matten linken Flügel: Marc Narewsky, übernimmt die Position von Kadir Mutluer, der ins zentrale Mittelfeld der Heim-Elf wechselt. Laut Trainer Olaf Thon hat die Mannschaft in der Kabine diese Umstellung gewünscht: „Die Mannschaft hatte den richtigen Riecher.“ Die fußballerischen Fähigkeiten von Mutluer kamen nun besser zur Geltung.
Dennoch kam die 1:0-Führung für den VfB völlig überraschend: Ein weiter Einwurf von Verteidiger Akama Eseme verlängerte Michael Planhof mit dem Kopf und urplötzlich hatte der heranstürmende Verteidiger Kai von der Gathen die Chance zum 1:0, die er dann auch entschlossen nutzte (58.).
Jürgen Wielert reagierte sofort: Für Batman sollte André Simon für den Umschwung ins träge gewordene Angriffsspiel sorgen. Doch er wie auch seine Mitstreiter fanden in Folge keine Mittel mehr, Torgefahr zu entwickeln.
Die Entscheidung in der 80. Minute: Nach einem harten Einsatz des Hülser Kapitäns Engin Yavuzaslan gegen Erkenschwicks Jan Schmidt samt anschließender Rudelbildung mussten Yavuzaslan und Spvgg.-Kapitän Thomas Falkowski mit Gelb-Rot raus.
Danach hatte der VfB Hüls für seine Konter plötzlich freie Bahn und nutzte dies auch weidlich aus: Zwei Treffer von Timur Karalgülmez, dazu einer von Tim Helwig – Erkenschwick zahlte Lehrgeld.
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