(O.K.) Auf eigenem Platz läuft's aktuell wie auf Schienen bei der Spvgg. Erkenschwick. Auswärts allerdings stehen erst fünf Punkte zu Buche. Ausgerechnet heute steht das wegweisende Spiel bei der SpVg. Brakel auf dem Programm. -

Eine Partie, in der den Schwarz-Roten endlich der ersehnte Befreiungsschlag gelingen kann. Mit einem Sieg könnte der Westfalenligist erstmals seit Monaten die Abstiegsränge verlassen. "Aber das gilt für Brakel auch", sagt Trainer Jürgen Wielert, der sich damit einmal mehr auf ein schwieriges Spiel einstellt.

Eine große Portion Selbstbewusstsein trägt dafür Dominik Ernst nach außen: "Wir sind stark genug, um in Brakel zu punkten und auch den Klassenerhalt zu schaffen."

Der 18-Jährige gilt als die Entdeckung der Saison. Als A-Junior hat sich Ernst längst einen Stammplatz auf der rechten Außenbahn erspielt, kann dort offensiv wie defensiv agieren. "Beides liegt mir", sagt der Gymnasiast.

Dass seine Fähigkeiten nicht unbemerkt geblieben sind, versteht sich von selbst. Trotz der unsicheren sportlichen Lage hat Dominik Ernst aber bereits jetzt seine Zusage bei der Spvgg. für die kommende Saison gegeben. "Weil ich mich hier wohlfühle und weil ich denke, dass ich mich hier am besten entwickeln kann." Wie viele seiner Altersgenossen träumt auch Dominik Ernst davon, möglichst hoch zu spielen. "Das ist doch normal, oder?", sagt er.

Die Spvgg. biete ihm dazu eine ideale Plattform. Trainer Jürgen Wielert weiß um das Potenzial seines Youngsters: "Er ist jung und dennoch eine absolute Verstärkung und schon jetzt Stammspieler. Er wird seinen Weg machen." Den Aufschwung des Teams macht Ernst an mehreren Faktoren fest. "Die Mannschaft ist zusammengewachsen", sagt er. "Ich weiß zwar nicht wie es in der Hinrunde war, aber so, wie es jetzt ist, ist es schon optimal." Was er an Trainer Jürgen Wielert schätzt: "Er redet viel mit uns jungen Spielern. Das hilft natürlich allen, nicht nur mir."

Die Umstellung von den A-Junioren zu den Senioren hat Dominik Ernst erstaunlich gut geschafft. Dabei weiß der Gelsenkirchener, der vor zwei Jahren aus der Jugend von Rot-Weiß Essen an den Stimberg wechselte, um die Schwierigkeiten: "Das Tempo ist höher, vor allem wird hier viel mehr mit dem Körper gearbeitet."

Neben dem Aufschwung der Mannschaft freut Dominik Ernst auch, dass er selbst mittlerweile Torjägerqualitäten entwickeln konnte. Sein Freistoßtreffer gegen Rhynern läutete vor drei Wochen einen weiteren wichtigen Sieg ein. Am letzten Sonntag gelang ihm beinahe eine Kopie dessen, nur dass diesmal der Ball an den Pfosten klatschte.

"Wichtig ist, dass wir drin bleiben. Wenn auch ich treffe, ist das umso schöner", sagt er. Ein Abstieg in die Landesliga würde auch beim jungen Dominik Ernst eine kleine Welt zum Einsturz bringen. "Wenn man bedenkt, wie viel wir alle investieren, wäre das mehr als bitter." Das einzige, vor dem ihm heute bange ist, ist die lange Busfahrt nach Brakel. 184 Kilometer stehen an.

Ohne Punkte, da ist sich der Oberstufenschüler der Klasse 12 sicher, "werden wir alleine deshalb nicht heimfahren."

SpVg. Brakel - Spvgg. Erkensch. -

Sa., 16.15 Uhr - Pahenwinkel


03.04.2009 | Quelle: Medienhaus Bauer

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