oberliga westfalenMehr als ein Kurzprogramm hatte die Oberliga Westfalen am Wochenende nicht zu bieten. Aber das hatte es in sich. Sechs Klubs nutzten das an sich spielfreie Wochenende, um die Weihnachtsferien zu verlängern: Sie zogen ihre Partien vom 20. Dezember vor.

 

Besonders turbulent ging es zwischen TuS Ennepetal und SV Schermbeck zu. In der 70. Minute lag der Aufsteiger noch 3:1 vorn – dann drehte Gastgeber Ennepetal mit fünf Toren das Spiel: 6:3.

 SVS-Trainer Christoph Schlebach hatte klare Vorstellungen, wie es dazu kommen konnte: „Weil wir zu dumm sind.“ Für den Tabellenneunten war es das achte Spiel in Folge ohne Sieg.

 Beim TuS Ennepetal erzielte der ehemalige Hülser Angreifer Marc Schröter bereits seinen neunten Saisontreffer. Der 22-Jährige führt nun gemeinsam mit Abdelhamid Sabiri (SF Siegen) die Torjägerliste der Oberliga an.

 Bemerkenswert war auch der 4:2-Erfolg des FC Gütersloh gegen Westfalia Rhynern. Der zweite Sieg in Folge für die Elf von Trainer Heiko Bonan, die sich damit von einem Abstiegsplatz ins Mittelfeld vorgearbeitet hat.

 Eine Perspektive, von der man in Gladbeck derzeit nur träumen kann. Der SV Zweckel kassierte bei der TSG Sprockhövel bereits die neunte Saisonniederlage. Bedeutet der 5:1-Erfolg des Spitzenreiters bereits eine doppelte Vorentscheidung?

 Der Rückstand des SV Zweckel auf einen Nichtabstiegsplatz ist auf sieben Punkte angewachsen. Sogar acht, wenn man die verheerende Torbilanz (-25) einrechnet. Dazu kommt: Zweckel hat bereits zwei Spiele mehr ausgetragen als die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf und steht nun vor delikaten Aufgaben.

 Sonntag spielt das Schlusslicht beim Tabellenachten Eintracht Rheine, anschließend werden SuS Neunkirchen (3.) und SV Lippstadt (4.) auf der Sportanlage an der Dorstener Straße erwartet. Trainer Günter Appelt mag trotzdem noch nicht aufstecken: In der Winterpause will der Klub neues Personal verpflichten.

 Das benötigt die TSG Sprockhövel offenbar nicht: Mit dem 5:1 gegen Zweckel hat der Tabellenführer seinen Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf 13 Punkte ausgebaut. Dazu kommt das mit Abstand beste Torverhältnis der Oberliga (+22).

 Nun ist über Regionalliga-Ambitionen beim Sensations-Spitzenreiter wenig bekannt – die Aufstiegsaspiranten aber haben allen Grund, unruhig zu werden. Am Sonntag dürften daher alle gespannt Richtung Stimberg und auf die Spvgg. Erkenschwick schauen. Ob die Elf von Trainer Magnus Niemöller die TSG stoppen kann?

 INFO In der Oberliga Westfalen geht es bereits am Dienstag weiter: Der SV Schermbeck holt sein Auswärtsspiel bei der U23 von Arminia Bielefeld nach, das am 15. November ausgefallen war. Dazu braucht der Aufsteiger nicht bis Bielefeld zu reisen: Die Begegnung wird in der schmucken Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück ausgetragen. Anpfiff ist um 20 Uhr.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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