wielert 2Start in die NRW-Liga. Aufsteiger Spvgg. Erkenschwick beginnt die erste Spielzeit mit einem Heimspiel (So., 15 Uhr, Stimberg-Stadion). Keinesfalls ein Traumlos, was Staffelleiter Rolf Thiel dem Liga-Neuling bescherte. Nicht nur, dass die U23 des MSV Duisburg als wenig attraktiv gilt. Auch sportlich dürfte die Aufgabe äußerst undankbar.


 
Trainer Jürgen Wielert weiß das. „Jeder erwartet, dass wir zum Auftakt etwas holen, gerade im eigenen Stadion“, so der 50-Jährige. „Natürlich wollen wir das auch, die Mannschaft ist heiß.“ Doch zur „Laufkundschaft“ in der Liga dürften die Zebra-Fohlen kaum gehören.
Der neue Sportliche Leiter Stefan Blank hat die MSV-Reserve beobachtet. Der Ex-Profi kehrte beeindruckt zurück. „Das ist eine vor allem im Mittelfeld sehr spielstarke Mannschaft, die schnelle Pässe spielt, teilweise nur mit einem Kontakt“, berichtet Wielert. „Das sind fast alles junge Spieler der Jahrgänge 89 oder 91, aber alle bestens ausgebildet.“
Gegenhalten ist die Defensive, den Gegner vom eigenen Tor fernhalten. Dass es mit der eigenen Sicherung noch immer nicht zum Besten bestellt ist, wurde nochmals beim Westfalenpokalspiel in Brambauer deutlich. Drei Gegentreffer gegen einen sicher nicht überragenden Westfalenligisten – das sind deutlich zu viele.
Dass Abwehrchef Thomas Falkowski das Team aufs Feld führen wird, gilt als ausgemacht. Alleine seine Präsenz, so Trainer Wielert, hilft der Mannschaft, wieder größere Stabilität zu erlangen. Auf den Außenpositionen werden mit Mirko Talaga und Marvin Schurig zwei junge Spieler erwartet, die den Druck über die Flügel herausnehmen sollen. So weit der Plan.
Was in letzter Zeit wenig Anlass zu Kritik liefert, war die Abteilung Attacke. Nur: Wird der Angriff auch in der Liga so viele Freiheiten genießen wie in der Vorbereitung? Wohl kaum. Deshalb ist Jürgen Wielert vor seiner Liga-Premiere als verantwortlicher Mann auf der Erkenschwicker Trainerbank auch nicht auf einen Schönheitspreis aus. „Der Schlüssel liegt wie so oft in den Zweikämpfen. Wenn wir die nicht annehmen, wird's schwer.“

Von Olaf Krimpmann

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