kilian tim6Das Wetter am Samstag war schon trübe, da war das Resultat des Oberliga-Spiels der Spvgg. Erkenschwick gegen FC Gütersloh irgendwie bezeichnend – ein 0:0 nach 90 mehr oder weniger ereignisarmen Minuten. Etwas mehr Heiterkeit als der wolkenverhangene Himmel verströmten nach Spielschluss nur die beiden Trainer.

 

Lars Beuckmann fährt gegen Tim Kilian sein langes Bein aus und klärt die Situation.  Foto: Olaf Krimpmann

Heiko Bonan und Magnus Niemöller konnten dabei nicht nur mit dem Resultat leben. Auch wurde von ihren Kickern auf dem Feld das gezeigt, was beide Übungsleiter wohl als eine Grundtugend im Mannschaftssport ansehen: Disziplin.

„Das waren heute zwei sehr gut aufeinander eingestellte Mannschaften“, meinte etwa Heiko Bonan und erntete die volle Zustimmung seines Trainerkollegen vom Stimberg: „Nach den letzten Wochen war es wichtig für uns, erst einmal wieder eine Grundsicherheit in unser Spiel zu bekommen“, meinte Magnus Niemöller.

 So war es zwangsläufig eine logische Folge des beiderseitigen Rasenschachs, dass echte Torszenen Mangelware waren. Von zwingend herausgespielten Chancen waren beide Teams dabei so weit entfernt, wie der Staatshaushalt Griechenlands von einer schwarzen Null.

 Wer zwei aufmerksam verteidigende Abwehrreihen sehen wollte, ein zügiges Verschieben und gelungene Balleroberungen, der wurde zweifelsfrei bedient. Nur die beiden Strafräume blieben an diesem Nachmittage auf beiden Seiten Sperrgebiete. Auch, weil es Erkenschwick gegen die baumlangen FCG-Verteidiger zu oft mit hohen Bällen versuchte.

 Das einzige Mal, als Güterslohs Keeper Sebastian Tiszai ernsthaft eingreifen musste, war in der 27. Minute, als Stefan Oerterer einen Freistoß aus spitzem Winkel ins kurze Eck schlenzte. Und nach der Pause war es Philipp Rosenkranz, der einen von Janos Bluhm getretenen Eckstoß per Kopf knapp über die Querlatte setzte.

 Güterslohs Janis Kraus versuchte, in der 86. Minute den „Lucky Punch“ zu setzen, indem er einfach mal aus 20 Metern abzog: Obwohl stilistisch einwandfrei angesetzt, verfehlte das Rund knapp einen halben Meter das Erkenschwicker Gehäuse. Das war’s damit auch schon.

 Bemerkenswert aus Sicht der Gastgeber bleiben am Ende dennoch folgende Fakten:

 Erstens: Zum ersten Mal im Kalenderjahr 2015 spielten die Schwarz-Roten zu Null.

 Zweitens: Mit diesem Remis bleiben die Schwarz-Roten als einziger Oberligist auf eigenem Platz ungeschlagen.

 Nicht zu vergessen drittens: Auch dank der souveränen Spielleitung durch Schiedsrichterin Kathrin Heimann (Gladbeck) blieb die Partie ohne große Aufreger. Nachdem es zuletzt in Spielen mit Beteiligung der Schwarz-Roten Karten und Feldverweise gehagelt hatte, kam Heimann am Samstag mit einer Verwarnung aus. Und die kassierte Güterslohs Vadim Thomas wegen eines vergleichsweise harmlosen Vergehens, eines taktischen Fouls (Halten) gegen Kevin Kokot.

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang