bockhoffIn gut drei Wochen geht es zwischen dem VfB Hüls und der Spvgg. Erkenschwick in der NRW-Liga um Punkte. Doch wer gemeint hatte, zum Auftakt des Cranger-Kirmes-Cups würden es die beiden Vest-Rivalen daher nun gemächlich angehen lassen, der irrte.
 
Es war ein bereits sehr verbissenes und leidenschaftlich geführtes Duell der beiden NRW-Ligisten, mit vielen Zweikämpfen und anfangs nur wenigen guten Torszenen hüben wie drüben. Erkenschwick siegte am Ende mit 2:1 (1:0) und hat sich für ein Weiterkommen in Sodingen damit bereits eine gute Ausgangsbasis geschaffen.


Die besten Torszenen einer sehr munteren Partie gab es gleich zu Beginn. Im Hülser Trikot verpasste zunächst Tim Helweg aus kurzer Distanz am langen Pfosten (3.), am anderen Strafraum Mirko Talaga, der ebenfalls frei zum Schuss kam, aber zu viel Rücklage hatte und den Ball aus 14 Metern recht deutlich über den Kasten senste.
Standards waren ein probates Mittel. Ein Freistoß von Dennis Warncke fand in der zehnten Minute einen Abnehmer in Tobias Bockhoff, und der Stürmer netzte im zweiten Versuch für die Erkenschwicker ein – 1:0.
Oft tappte der VfB in die Abseitsfalle der Schwarz-Roten, einmal aber blieb die Fahne unten. Warum aber Helweg in der 23. Minute vor dem leeren Erkenschwicker Tor noch einmal quer passen wollte, das wird wohl ein unergründliches Geheimnis bleiben. Immerhin bewies der Hülser Neuzugang vom MSV Duisburg II Torjägerqualitäten nach der Pause.
In der 59. Minute stand er nach einer Köse-Ecke goldrichtig und traf zum 1:1. Erkenschwick zeigte sich allerdings unbeeindruckt. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich setzte die Spvgg. einen Konter über Mirko Talaga und Alexander Glembotzki zum 2:1 in die Maschen.
Nicht nur wegen des Sieges war Erkenschwicks Trainer Jürgen Wielert zufrieden: „Hüls war ein echter Gegner, quirlig im Mittelfeld. Unsere Jungs mussten heute richtig Wasser lassen. Aber ich denke, dass wir verdient gewonnen haben“ VfB-Trainer Olaf Thon sah die Sache ähnlich: „Wir haben über die Außen zu viel zugelassen, haben auch aus dem Mittelfeld den Druck nicht aufgefangen und uns selbst zu wenige Chancen erarbeitet. Aber angesichts der Neuen und der vielen Verletzungen und noch Fehlenden sage ich: Lieber jetzt die Fehler als in ein paar Wochen in der Meisterschaft.“
Auf Hülser Seite waren bereits gestern die beiden erst am Mittwoch verpflichteten Neuzugänge Akama Eseme und Kai Von der Gathen zum Einsatz gekommen.

Hüls: Rantzow – Stondzik (46. Pfeifer), Von der Gathen, Planhof (60. Pfeifer), Eseme (60. Alfes)– Narewsky, Karagülmez, Skraparas (60. Serhan), Ostdorf, Köse – Helweg
Erkenschwick: Götz – Schurig, Schmidt, Falkowski, Talaga – Menne, Kokot (46. Koch), Warncke, Batman (62. Drontmann) – Oerterer, Bockhoff (46. Glembotzki)
Schiedsrichter: Hennig (SV Sodingen)
Tore: 0:1 Bockhoff (10.), 1:1 Helweg (59.), 1:2 Glembotzki (64.)

von Olaf Krimpmann

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