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oertererDas Duell der Torjäger – als das wird die Partie zwischen der SSVg. Velbert und der Spvgg. Erkenschwick seit Tagen angekündigt. Auf der einen Seite Sebastian Janas, zehnfacher Torschütze der Velberter. Auf der anderen Erkenschwicks Stefan Oerterer, bislang ebenfalls zehnmal erfolgreich. Am Sonntag treffen sie aufeinander.

 

Ein Zweikampf, der bei vielen Fußballfreunden Vorfreude auslöst. Aber es ist nicht nur das. „Da sehe ich noch viele andere interessante Duelle“, meint Erkenschwicks Trainer Jürgen Wielert.
29 Tore in zwölf Spielen – die Velberter Mannschaft von Ex-Profi Frank Schulz gilt nicht von ungefähr als Tormaschine der Liga. Und Jürgen Wielert kommt bei der geballten Velberter Offensivkraft aus dem Staunen kaum heraus. „Da ist ein Sebastian Janas, der aus der Tiefe kommt und unheimlich von seiner Schnelligkeit lebt. Da ist vorne ein 32-jähriger Daniel Nigbur, der eben genau da steht, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat. Über die Flügel kommen ein Sven Barton oder ein Marco Onucka, die auch wissen, wo das Tor steht.“ Nur gut, ist man geneigt zu sagen, dass sich Onucka am letzten Sonntag in Hüls die Rote Karte eingefangen hat und am Sonntag gesperrt ist.
Alles in allem aber, so Jürgen Wielert, sei die Sache für Sonntag damit klar: „Wir fahren da nur als krasser Außenseiter hin und müssen sehr konzentriert bei der Sache sein, um was zu holen.“
Denn in Sachen Offensiv-Power hat die Spielvereinigung aktuell nur einen Spieler dagegen zu stellen: Stefan Oerterer. Der Recklinghäuser, stets zwischen Genie und Wahnsinn pendelnd, hat bei Wielert einen ähnlichen Freifahrtschein wie Weltstar Raúl bei Felix Magath. Nur ist „Ö“ am Stimberg wichtiger. „Alles andere wäre fahrlässig. Wenn Stefan richtig im Spiel ist, dann ist er individuell so gut, immer ein Tor zu machen.“
Nun weiß Wielert auch um die Defizite im Spiel von Oerterer. Der Recklinghäuser zeichnet sich nicht unbedingt durch Lauffreude und ein starkes Rückzugsverhalten aus. Vielleicht ist es das, das Wielert hoffen lässt, noch länger etwas von Oerterer zu haben. Denn mit zehn Treffern in zwölf Partien wird der Stürmer mit Sicherheit wieder auf so manchem Notizzettel stehen. „Ohne ihn geht’s nicht“, meint der Trainer. Und dass Oerterer im Stadion Sonnenblume motiviert sein wird, liegt auf der Hand.
Als junger Spund bei Westfalia Herne hatte er bei Trainer Frank Schulz schlechte Karten. Wobei festzuhalten bleibt, dass die Konkurrenz am Schloss Strünkede mit Michael Erzen und Sami El-Nounou damals nicht von Pappe war. „Alles vergessen“, versicherte „Ö“ am letzten Sonntag. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Jürgen Wielert am Sonntag ohnehin eher in der Abwehr.
„Wir werden defensiver stehen als noch gegen Homberg“, kündigt der Trainer an. Möglich, dass Innenverteidiger Jan Schmidt wieder dabei ist. „Er hilft uns aber nur, wenn er hundertprozentig fit ist. Ansonsten ist er für uns gegen Schermbeck sicher wichtiger.“
SSVg. Velbert -
Spvgg. Erkenschwick

Sonntag 14.30 Uhr – Stadion Sonnenblume, Jupiterstr. 5

Von Olaf Krimpmann