ostdorfSIEGEN. Es ist und bleibt eine Binsenweisheit: Wer keine Tore schießt, kann kein Spiel gewinnen. „Und da Siegen eins gemacht hat, haben wir das Spiel verloren“, bringt Jürgen Wielert, Trainer der Spvgg. Erkenschwick, nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei den Sportfreunden das Spiel auf den Punkt.
Gerne hätte Wielert Zählbares aus dem Leimbach-Stadion mitgenommen. Die Chancen waren dazu durchaus vorhanden. Wie kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Stefan Oerterer bereits Siegens Keeper Miletic umkurvt hatte, sich dann aber den Ball ein Stück zu weit vorlegte. Oder in der Nachspielzeit, als ausgerechnet 1,61-Meter-Mann Timo Ostdorf nach einem Eckball frei zum Kopfstoß kam und das Runde denkbar knapp über die Torlatte bugsierte.
Aber auch die Sportfreunde hatten ihre Möglichkeiten. Gerade in den ersten 30 Minuten schwamm der Aufsteiger ein ums andere Mal. „Die Siegener haben uns sofort attackiert, wir haben erst gar nicht ins Spiel gefunden“, kommentierte Jürgen Wielert den Start in die Partie.
Bereits nach 14 Minuten fiel vor 1 528 Zuschauern der Siegener Führungstreffer, als Regisseur Emrah Uzun in die Nahtstelle spielte und Sebastian Huke freie Bahn hatte. Pech für Spvgg.-Keeper Marcel Müller, dass er den ersten Schuss noch parieren konnte und erst im Nachschuss geschlagen war. Nicht nur Jürgen Wielert hatte sich da gewünscht, dass die Verteidigung ihrem Tormann zu Hilfe gekommen wäre. „Marcel hat uns mit etlichen Paraden im Spiel gehalten“, lobte Wielert den jungen Torhüter.
Dass der Aufsteiger aber ebenfalls einen guten Ball zu spielen versteht, wurde spätestens nach der Pause deutlich, in dem sich ein offenes Spiel entwickelte, an dem die Zuschauer ihren Spaß hatten. Dazu trug auch die Einwechslung von Ostdorf für den blassen André Simon bei. „Es ging hin und her“, berichtet Wielert. Zählbares gab’s allerdings nicht, nur lobende Worte des Gegners, wie sie Siegens Trainer Andrzej Rudy fand. Der Ex-Profi versicherte Wielert: „Mit der Leistung braucht ihr euch keine Sorgen zu machen.“ Der Erkenschwicker Trainer hat die Worte vernommen. Lieber wäre Wielert gewesen, er hätte einen Punkt mit an den Stimberg gebracht.
„Fürs Lob können wir uns nichts kaufen“, meint der 50-Jährige, der eine halbe Stunde nach Abpfiff aber sehr aufgeräumt wirkte. „Die zweite Halbzeit hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Und in Siegen, da ist sich Jürgen Wielert sicher, werden noch ganz andere Mannschaften straucheln.

Siegen: Miletic - Dalman, Nowak, Schönwälder, Arslan (87. Göbel) - Saidi, Burk (71. kapitza) - Schors, Uzun (80. Halimi), Okumak - Huke
Erkenschwick: Müller – Talaga, Falkowksi, Schmidt, Schurig – Menne, Simon (46. Ostdorf), Warncke, Batman (76. Drontmann) – Bockhoff (70. Opitz), Oerterer
Schiedsr.: Seemann (Essen)
Tor: 1:0 Huke (14.)
Zuschauer: 1 528
Zum Seitenanfang