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schurigmarvinDie nackten Zahlen des Jahres 2011 lesen sich wie folgt: 1:2 bei ETB SW Essen in der Nachspielzeit verloren; dann folgte für die Spvgg. Erkenschwick das 0:0 in Duisburg. Jetzt das 2:3 in Windeck, per Foulelfmeter in der 86. Minute.

 

Soll wieder alle Freiheiten im Spiel nach vorne erhalten: Marvin Schurig. Foto: Krimpmann 
 
„Ergebnistechnisch“ alles andere als optimal. Und dennoch dürfen diese Resultate nicht falsch interpretiert werden. Die Zeiten, in denen der NRW-Ligist vom Stimberg gegen die „Großen“ der Liga nicht mehr war als williges Schlachtvieh, scheinen ein für allemal beendet.

Doch so beachtlich die Resultate auch sind. „Davon kaufen können wir uns nichts“, sagt Stefan Blank. So langsam laufen dem Trainer in Sachen Klassenerhalt die Spiele davon. Siege müssen her, am besten am Sonntag gegen Siegen. Auch solche der „schmutzigen“ Art und Weise. „Egal wie“, sagt selbst Stefan Blank.

Immerhin, das Selbstbewusstsein ist in den letzten Wochen spürbar gestiegen. Ein Umstand, den auch der Trainer wohlwollend vernommen hat. „Kämpferisch hat die Mannschaft zuletzt immer alles gegeben. Wenn sie es jetzt schafft, an die spielerische Leistung aus der ersten Halbzeit in Windeck anzuknüpfen, dann haben wir für Sonntag gute Chancen“, sagt der Ex-Profi.

Zugute kommt dem Trainer, dass sich für das Siegen-Spiel das komplette Personal fit gemeldet hat. Was Blank die Qual der Wahl beschert, gerade auf der linken Seite.

Dort hatte in Windeck Marvin Schurig ein bärenstarkes Spiel gezeigt. Blank tut sich nun schwer damit, den 22-Jährigen zurück in die Abwehr zu beordern, zumal dort Jonas Grütering ebenfalls ein ordentliches Debüt gab. Der A-Junior wird auch am Sonntag im Kader der NRW-Ligamannschaft stehen.

Nicht zu vergessen bleibt schließlich: Windeck mit zahlreichen Ex-Profis im Kader gilt als heißester Kandidat auf den Aufstieg in die Regionalliga. Was eigentlich auch auf Siegen zutreffen müsste, würden die Sportfreunde nicht an einer unerklärlichen Auswärtsschwäche leiden. Der Truppe von Trainer Andrzej Rudy gelang in neun Begegnungen auf fremden Plätzen erst ein Sieg.

Damit das auch am Sonntag so bleibt, denkt Stefan Blank darüber nach, ganz tief in die Trickkiste zu greifen. Da nämlich auch der von einer Grippe erholte Dennis Warncke wieder in die Startelf drängt und zudem mit Mirko Talaga, der seinen Trainer-Lehrgang beendet hat, ein weiterer Linksfuß ins Team, hat Blank auf der linken Seite auf einmal ein Überangebot.

Seine nicht ganz ungewagte Idee: Er setzt auf „Robbery“ – bei Bayern München gilt die Flügelzange Franck Ribéry/Arjen Robben bekanntlich als Garant für Titel und Pokale. Und beide treffen vornehmlich mit dem linken Fuß.

Wie Schurig und Warncke. Probehalber getestet hat Stefan Blank diese Variante bereits im Kreispokalspiel beim TSV Marl-Hüls. Unzufrieden war der Ex-Profi damit im Übrigen nicht.
Spvgg. Erkenschwick - SF Siegen
So., 15 Uhr, Stimberg-Stadion

von Olaf Krimpmann