SpvggI_SchmidtSo wechselhaft sich in diesen Tagen das Wetter zeigt, so wechselhaft sind aktuell auch die Leistungen der Spvgg. Erkenschwick in der NRW-Liga. 1:4 in Essen, 5:1 gegen Kleve, 0:4 in Köln, 5:1 gegen Homberg und dann zuletzt ein 0:4 in Velbert – die Leistungskurve gleicht einer wahren Achterbahnfahrt. Auf und ab geht’s immer wieder.

 

Der Abräumer ist zurück: Jan Schmidt hat seine Verletzung rechtzeitig vor dem Kreisderby auskuriert. Foto: Krimpmann 
 
Dem Gesetz der Serie nach dürfte es am Sonntag vermutlich wieder aufwärts gehen. Auf eigenem Platz hat der Aufsteiger zuletzt sein schöneres Gesicht gezeigt. Und auf das hoffen nicht nur die zuletzt so derbe enttäuschten Anhänger des Traditionsklubs.
Auf das hofft vor allem Trainer Jürgen Wielert, dem die Achterbahnfahrten seiner Mannschaft wohl am meisten zusetzen. Das Nervenkostüm des 50-Jährigen ist in diesen Tagen jedenfalls spürbar angekratzt – gerade so, als ob Wielert gerade nach einem dreifachen Looping der Gondel entstiegen wäre. Anspruch und Wirklichkeit, am Stimberg klaffen sie mal wieder meilenweit auseinander.
Als Zwölfter mit 13 Punkten eigentlich voll im Soll, regt sich bereits wieder der Unmut. Verständlich, wenn man nur das jüngste 0:4 von Velbert sieht. Wahnsinn, wenn man das Ganze betrachtet.
Und das tut Jürgen Wielert. Der Neu-Erkenschwicker weiß um die begrenzten Möglichkeiten am Stimberg, wo der Verein mit dem wohl geringsten Etat der Liga und er selbst mit einer der jüngsten Mannschaften arbeiten müssen.
Immerhin rangieren die Schwarz-Roten in der Tabelle noch immer besser als der sonntägliche Gegner aus Schermbeck. Was die Vermutung aufwirft: Der Verlierer geht schweren Zeiten entgegen. „Deshalb ist ein Sieg auch für beide Mannschaften so wichtig“, sagt Jürgen Wielert .
Der Druck ist enorm, was allerdings auch auf den Gast zutrifft. Ein schönes Spiel erwartet Wielert nicht. „Ein erfolgreiches ist wichtiger“, wie der Trainer sagt. Der wird seine Mannschaft gegenüber dem Velbert-Spiel umbauen. Innenverteidiger Jan Schmidt, vor seiner Verletzung eine Bank, ist wieder fit und für Sonntag natürlich gesetzt.
Im Mittelfeld, der neuralgischen Stelle im Erkenschwicker Spiel seit Saisonbeginn, klafft dafür wieder eine Lücke. André Simon konnte grippebedingt am Freitag erstmals trainieren, und auch Timo Ostdorf, der auf der vakanten Position auf der rechten Außenbahn für Druck sorgen könnte, fehlte im Training wegen einer Blasenentzündung.
Ein Plus für die Platzherren: Die Partie wird wahrscheinlich auf dem Kunstrasenplatz stattfinden. Und der war in der Vergangenheit oft genug die „Lebensversicherung“ für den Traditionsverein.
Spvgg. Erkenschwick -
SV Schermbeck
So., 14.30 Uhr – Stimberg-Stadion

Von Olaf Krimpmann

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