Falkowski_Thomas_SpvggIrgendwie scheint in dieser Saison jeder der Spvgg. Erkenschwick die Daumen zu drücken, irgendwie jedenfalls. Erst die Schützenhilfe durch den DSC Wanne-Eickel, nun auch noch der SC Hassel.

 

Wie der Hasseler Alexander Buda in der Schlussphase aus nächster Nähe unbedrängt den Ball vor dem leeren Erkenschwicker Tor über den Kasten donnerte, das hatte was. Es wäre für Hassel der Anschlusstreffer gewesen und vielleicht auch die Möglichkeit, noch zu einem Remis zu kommen, das der abstiegsgefährdeten Mannschaft sicher weiter geholfen hätte.
So aber, nach dem Erkenschwicker 3:1 (0:0)-Sieg am Lüttinghof, rüstet man sich am Stimberg langsam für die Aufstiegsfeierlichkeiten. Vier Spiele vor Saisonende ist der Spitzenreiter auf acht Punkte enteilt und nicht nur Hassels Trainer Christoph Schlebach gratulierte schon mal artig zur Meisterschaft.
Sonntag, im Heimspiel gegen den FC 96 Recklinghausen, könnte die Spvgg. den Titel perfekt machen, womöglich auch schon am Donnerstag im Nachholspiel gegen den ASC Dortmund, sofern Verfolger Erndtebrück noch einmal patzen sollte und die Spvgg. erneut siegreich wäre.
Das Punktepolster ist nicht nur beruhigend, es kommt auch zur rechten Zeit. Timo Ostdorf und Jan Schmidt fehlten in Hassel ohnehin verletzt, dazu kommen Kapitän Thomas Falkowski (Bilf) , der nach 26 Minuten mit einer Rippenprellung raus musste, und Max Bönighausen, der das Ende der Partie von der Bank aus verfolgte – der Oberschenkel schmerzte.
Wie so oft in dieser Saison, bekamen die Gäste vor 250 Zuschauern, wovon weit mehr als die Hälfte Anhänger des Tabellenführers waren, aber auch in Hassel nichts geschenkt. Obwohl optisch überlegen, dauerte es, bis sich die Spvgg. die ersten nennenswerten Torszenen erarbeitete. In der 52. Minute visierte Stefan Oerterer zum ersten Mal den Hasseler Kasten an, jedoch wurde sein strammer Schuss noch von Tobias Bockhoff abgefälscht.
Drei Minuten später war kein Bein mehr im Wege – „Ö“ drosch einen Freistoß aus halblinker Position uncharmant in die Maschen. Hassel zeigte Moral und konterte gegen eine aufgerückte Gästemannschaft geschickt zum 1:1 durch Daniel Moritz.
Die Gäste aber blieben am Drücker und waren in einem am Ende erstaunlich offenen Spiel den berühmten Tick abgezockter, ballsicherer und damit auch besser. So beim 2:1 durch Dennis Warncke, das – vorbereitet von Ernst – der Flügelflitzer erst im zweiten Versuch erzielte (72.).
So beim 3:1, einem von Oerterer verwandelten Foulelfmeter. Zuvor war Alexander Buda gegen Warncke den berühmten Schritt zu spät gekommen und hatte den Linksfuß in die Hacken getreten (81.). Als Buda in der 88. Minute auch noch den Ball in den Himmel jagte, hatte Trainer Schlebach die Nase voll – er erlöste den Unglücklichen mit seiner Auswechslung.

von Olaf Krimpmann 

Zum Seitenanfang