Verstärkt das Marketing-Team der Spvgg. Erkenschwick: Spielmacher Sebastian Westerhoff. Foto: Krimpmann  Seit dem 20. März hat die Spvgg. Erkenschwick wieder einen ordentlich gewählten Vorstand. Ein wichtiges Datum für den Verein. Ein noch wichtigeres aber war wohl der 17. Januar dieses Jahres.


Spätestens hier begann die für Außenstehende wundersam anmutende Wandlung eines Vereins auf der Kippe zu einem Klub mit schlagkräftiger Vorstandsmannschaft.

Viel hätte nicht gefehlt und Hermann Silvers, da noch Vorsitzender des Notvorstandes, hätte am 17. Januar die Reißleine gezogen, die Oberliga-Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet und den Spielern die Freigabe erteilt.

Weit und breit keine Leute in Sicht, die Verantwortung übernehmen wollten, dazu die horrenden Forderungen aus den verloren gegangenen Prozessen – die Lage schien wie so oft in der jüngeren Vergangenheit des Vereins schier aussichtslos. Etliche Tage, viele Gespräche und „drei, vier Schnäpse“ weiter, wie Ehrenpräsident Anton Stark, der erfolgreich zwischen den Fronten vermittelte, flapsig meint, waren die schlimmsten Befürchtungen weggewischt.

Die Forderungen waren vom Tisch, auch im Verein selbst hatte die Drohung, die Tür notfalls endgültig abzuschließen, Wirkung gezeigt.

Co-Trainer Andreas Letzner, der bereits vor zwölf Monaten ein flammendes Plädoyer für das Team gehalten hatte, war bereit, Verantwortung zu übernehmen. Robert Mazurek, Tobias Rawers und Sven Hoffmann, alle langjährige Fans des Vereins, standen ebenfalls bereit.

Schließlich auch Ex-Vorstand und der Abteilungsleiter der Alten Herren, Michael Bröhl, den es nach Jahren am Niederrhein zurück an den Stimberg zog.

Was alle, Hermann Silvers natürlich inklusive, eint: Einhundert Prozent Identifikation mit dem Verein. Die geht mittlerweile sogar so weit, dass ein prominenter Spielername im großen Team der Marketinabteilung auftaucht: Sebastian Westerhoff. Auch der gelernte Veranstaltungskaufmann packt an.

Überhaupt die Mannschaft: Dass Magnus Niemöller, Andreas Letzner und der am Saisonende scheidende Klaus Maßmann eine Mannschaft auf die Beine gestellt haben, die nicht nur attraktiven und erfolgreichen Fußball zeigt, sondern auch über einen einwandfreien Charakter verfügt, verdeutlicht die Tatsache, dass zumindest eine Vertragsverlängerung für die kommende Saison mal eben am Telefon festgezurrt wurde.

Was zeigt: Das Vertrauen in den Verein ist wieder da.

von Olaf Krimpmann

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