Gleiches Recht für alle heißt es dieser Tage bei der Spvgg. Erkenschwick. Am Donnerstag gewann das Team von Trainer Jürgen Wielert das Nachholspiel gegen Teutonia SuS Waltrop mit 4:1 .
Gegen den SSV Mühlhausen gab es erneut ein 4:1 (1:1). Die Erkenschwicker Gleichbehandlung der Abstiegskandidaten in Verbindung mit den beiden Unentschieden des TuS Erndtebrück gegen den DSC Wanne-Eickel – Donnerstag ein 1:1, am Sonntag ein 0:0 – bringen wieder etwas Ruhe ins Rennen um die Tabellenspitze und den Aufstieg in die NRW-Liga. Erkenschwick hat als Spitzenreiter 62 Punkte, Erndtebrück als Zweiter 57. Bleibt es bis Ende des Monats bei diesem Polster, könnten die Erkenschwicker theoretisch mit dem Planwagen zum Spiel nach Erndtebrück fahren. Das Ergebnis wäre unerheblich.
Bis dahin liegen jedoch noch einige Spiele. Sie werden nicht leichter werden für das Wielert-Team, das sich zumindest aber mit den beiden klaren Siegen in Reihe wieder selber daran erinnert hat, dass es nicht nur defensiv gut, sondern eben auch offensiv mehr als aktiv, eben effektiv sein kann. War es gegen Waltrop ein Frühstart mit vier Toren im ersten Abschnitt und der Möglichkeit Kräfte zu schonen, fielen gegen Mühlhausen die Treffer spät – aber immerhin. Auch das ist eine besondere Qualität. Zumal Mühlhausen nach einer Viertelstunde durch Ömer Sönmez mit 1:0 führte und lange Zeit mit großer Disziplin und schnellen Kontern die Erkenschwicker in Verlegenheit brachte.
Nur dann, wenn die Erkenschwicker ihre freiwillige Selbstkontrolle mit viel Ballbesitz und im Zweifelsfall dem sicheren Rückpass aufgaben, wenn sie schnell spielten, wenn sie ihre größeren individuellen Stärken ausspielten, ergaben sich Möglichkeiten. Im ersten Abschnitt waren das drei. Eine davon stoppte Phil Neuhaus mit einem Foul am flinken Timo Ostdorf. Stefan Oerterer, bereits am Donnerstag dreimal erfolgreich, verwandelte sicher zum 1:1. Ebenso selbstbewusst sorgte er im zweiten Abschnitt für die endgültige Entscheidung, als er einen Handelfmeter zum 3:1 verwandelte. Erneut durfte er früher raus. Dass sein Ersatzmann Tobias Bockhoff mit dem 4:1 per Hacke den Schlusspunkt setzte, passte. Türöffner zum zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen war jedoch Dennis Warncke. Leichtfüßig, spielintelligent, immer in Bewegung, oft zu rasch für seine Gegenspieler, gut und gefährlich bei Standards, toppte er seine herausragende Vorstellung mit dem Tor zum 2:1. Dass es ein Stolpertor, ein über die Linie drücken war und kein fein heraus gespieltes, störte nicht. Am wenigsten Warncke.
Erkenschwick: Götz - Schmidt (46. Brüggenkamp), Oerterer (87. Bockhoff), Ernst, Bönighausen, Warncke, Ostdorf, Grad (83. Glembotzki), Falkowski, Schurig, Allali
Mühlhausen: Peixoto Sobral - Tran (62. Keske), Neuhaus, Rentsch, Szymaniak, Sönmez, Aktas, Raffenberg (87. Karabel), Galwas, Üstün, Schawlochow
Schiedsrichter: Christoph Dastig (Coesfeld)
Zuschauer: 350
Rote Karte: Sebastian Galwas (Handspiel auf der Linie)
Tore: 0:1 Ömer Sönmez (15.), 1:1 Stefan Oerterer (41., Foulelfmeter), 2:1 Dennis Warncke (57.), 3:1 Oerterer (86., Handelfmeter), 4:1 Tobias Bockhoff (89.)
 
von Markus Rensinghoff
Zum Seitenanfang