rosenkranz philipp12Das erste von mindestens drei Aufeinandertreffen, die diese Fußball-Saison noch bringen wird, zwischen dem TSV Marl-Hüls und der Spvgg. Erkenschwick fand irgendwie passend auf neutralem Boden in Herne-Sodingen statt. Doch wer gemeint hatte, beim gegenüber der Oberliga sportlich weit bedeutungsloseren Cranger-Kirmes-Cup ginge es nun beschaulich zu, der irrte.

 

Es ging zur Sache in Herne-Sodingen: Hier kämpfen Erkenschwicks Philipp Rosenkranz (links) und der Hülser Michael Smykacz um den Ball.                       Foto: Krimpmann

Es ging auf dem Spielfeld schon ganz munter zu Sache. Einen ersten Sieger sah dieses erste Duell auch: Den TSV, der sich dank eines Treffers von Christian Erwig (79.) gleich auch mal ins Halbfinale des Kirmes-Cups schoss.

Dorthin will auch Erkenschwick, das nun am Dienstag im letzten Gruppenspiel gegen SC Hassel aber unbedingt gewinnen muss.

1:0 für den TSV also steht es seit Sonntag, und das in jeder Hinsicht.

„Die Effektivität hat das Spiel entschieden“, meinte Erkenschwicks Co-Trainer Stefan Mroß, der für den zu Spielbeginn noch fehlenden Magnus Niemöller coachte, der beim Turnierfinale in Sinsen weilte. TSV-Trainer Michael Schrank befand zufrieden: „Aufgrund der zweiten Hälfte haben wir nicht unverdient gewonnen.“

Beide Mannschaften hatten ihre Karten aber beileibe noch nicht offen gelegt, auch gar nicht offenlegen können. Bei den Hülsern fehlte nach wie vor der designierte Abwehrchef Alexander Thamm (nimmt noch Antibiotika), auf Erkenschwicker Seite die urlaubenden Kapitäne Nils Eisen und Stefan Oerterer.

Die Schwarz-Roten deckten dabei die Schwachstellen des TSV mit ihren flinken Flügelspielern schnell auf: Auf den Außenbahnen fehlt es den Hülsern zumindest in dieser Phase der Saison an Geschwindigkeit. Vor allem Arda Nebi war kaum zu stoppen, verzog zweimal (9., 18.) und scheiterte mit einem Freistoß an TSV-Torsteher Nils Martens (34.). In der 64. Minute hatte Nebi Pech mit einem Schlenzer aus elf Metern, den der Flügelflitzer am Tor vorbei setzte.

Der Neu-Oberligist aus Hüls kam spät auf: Noch vor der Pause verzog Sebastian Westerhoff knapp (42.), dann scheiterte Christian Erwig am glänzend reagierenden Spvgg.-Schlussmann Marcel Müller (50.). Glück hatte Erkenschwick, als Dirk Jasmund und Tobias Hötte nach einem kapitalen Erkenschwicker „Bock“ zweimal das Rund aus fünf Metern verfehlten. „Bei uns hat die Ordnung nachgelassen“, haderte Stefan Mroß.

Als vieles auf ein 0:0 hindeutete, war dann wieder einmal Christian Erwig zur Stelle. Einen Diagonalball von Felix Sadlowski drückte der TSV-Stürmer in der 79. Minute zum Sieg über die Linie.

Dann wurde es turbulent, die Partie ruppiger. Tim Forsmann wollte wohl mit seiner Grätsche gegen Michael Smykacz (86.) ein Zeichen setzen und sah dafür die Gelbe Karte. Auf der anderen Seite verlor Erkenschwick mit Mirko Eisen früh seinen einzigen Stürmer, als der nach einer vom Schiedsrichter nicht geahndeten Attacke des Hülsers Tobias Hötte (32.) humpelnd das Feld verlassen musste.

von Olaf Krimpmann

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