Schnell, flexibel und mittlerweile torgefährlich: Florian Fricke von der Spvgg. Erkenschwick.o Fto: Krimpmann  Seine Kopfballvorlage zum 1:1 gegen den 1. FC Gievenbeck am letzten Sonntag war der Türöffner, sein Treffer zum 3:1-Endstand der verdiente Schlusspunkt einer starken Leistung. Was vortrefflich beweist: Florian Fricke ist in Erkenschwick angekommen.


Allerdings nicht erst seit Sonntag. Der 1,91-Meter-Mann, der vom Bezirksligisten SC Union Lüdinghausen an den Stimberg kam, feierte seinen ganz persönlichen Durchbruch bereits im letzten Herbst, als der 23-Jährige den Führungstreffer gegen Wattenscheid 09 erzielte. „Das Tor hat mir natürlich noch mal richtig einen Schub gegeben“, sagt der Student.

Längst sieht sich Trainer Magnus Niemöller bestätigt, der Fricke schon in der vergangenen Saison aus der Bezirksliga an den Stimberg holen wollte. „Mit seiner Entwicklung kann man nur hochzufrieden sein“, sagt Niemöller. „Welchen Sprung der Junge in dem halben Jahr gemacht hat…! Jetzt schießt er auch noch die Tore. Wer weiß, wo er wäre, hätte es schon im letzten Jahr mit dem Wechsel geklappt.“

Eine gute Frage. 23 ist Florian Fricke mittlerweile. Die Chance, es aus der Bezirksliga in eine höhere Spielklasse zu schaffen, war womöglich eine der letzten. „Klar hatte ich überlegt“, räumt der Olfener ein. „Allein schon wegen meines Studiums. Aber aus den Probetrainings im letzten Jahr wusste ich, wie harmonisch es in der Mannschaft ist“, schildert Fricke das Hauptargument für seinen Wechsel, der wegen eines Formfehlers erst im zweiten Versuch mit einem Jahr Verspätung klappte.

Dass er Schwierigkeiten hatte, sich ans Tempo der Oberliga Westfalen zu gewöhnen, räumt der Maschinenbau-Student freimütig ein: „Anfangs war bei mir schon eine super Nervosität dabei.“ Fricke hat sie längst abgeschüttelt.

Die beiden Pluspunkte des 23-Jährigen: Die enorme Schnelligkeit, die man dem 1,91-Meter-Mann so nicht unbedingt zutraut („Ich war immer einer der schnellsten, schon in der Jugend“), und seine Flexibilität. In der Jugend spielte Fricke zentrales Mittelfeld in Brambauer und Verteidiger beim VfB Waltrop. In der Bezirksliga in Lüdinghausen war er als Sturmspitze 13-facher Torjäger. Am Stimberg spielt er rechtes Mittelfeld, offensiv wie defensiv.

Wobei Fricke punktgenau da war, als sich auf dieser Position Timo Ostdorf verletzte. Nur: „Ossi“ arbeitet an seiner Rückkehr und wird Fricke den Platz wieder streitig machen wollen. Ein Konkurrenzkampf, den der Neuzugang gelassen entgegen sieht. „Warum sollten wir beide nicht zusammen auf dem Platz stehen?“, meint er. Dass er universal einsetzbar ist, hat Florian Fricke in der Vergangenheit schließlich schon mehrfach unter Beweis gestellt.

INFO Testspiel FC Brünninghausen - Spvgg. Erkenschwick; So., 14.30 Uhr - Am Hombruchsfeld 

von Olaf Krimpmann

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