fricke_florianAm Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr bestreitet Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick bei der DJK/Spvgg. Herten sein erstes Vorbereitungsspiel. Eigentlich wollte auch Florian Fricke dabei sein. Doch der Wechsel des 21-jährigen Stürmertalents vom Bezirksligisten Union Lüdinghausen zum Stimberg ist geplatzt – wegen eines Formfehlers bei der Abmeldung.

Florian Fricke (r.) bleibt bei Uninon Lüdinghausen.
19 Tore hat Fricke in der abgelaufenen Saison für Union erzielt, hatte damit großen Anteil daran, dass die Lüdinghauser mit ihrem Trainer Uli Leifken die Saison in der Staffel 11 auf Rang drei beendeten. Die gute Saison Frickes hat Begehrlichkeiten geweckt. „Anfragen von höherklassigen Klubs hatte ich auch schon im Winter. Da war aber noch nicht das Richtige dabei“, sagt der 21-Jährige, der in Olfen wohnt. So gab der junge Mann den Verantwortlichen seines Klubs zum Jahreswechsel die Zusage für die Saison 2011/2012. Als dann aber am Saisonende die Anfrage aus Oer-Erkenschwick kam, geriet Fricke ins Grübeln und wollte doch wechseln.

19 Tore hat Fricke in der abgelaufenen Saison für Union erzielt, hatte damit großen Anteil daran, dass die Lüdinghauser mit ihrem Trainer Uli Leifken die Saison in der Staffel 11 auf Rang drei beendeten. Die gute Saison Frickes hat Begehrlichkeiten geweckt. „Anfragen von höherklassigen Klubs hatte ich auch schon im Winter. Da war aber noch nicht das Richtige dabei“, sagt der 21-Jährige, der in Olfen wohnt. So gab der junge Mann den Verantwortlichen seines Klubs zum Jahreswechsel die Zusage für die Saison 2011/2012. Als dann aber am Saisonende die Anfrage aus Oer-Erkenschwick kam, geriet Fricke ins Grübeln und wollte doch wechseln.

Am 22. Juni – also acht Tage vor dem Ende der Wechselfrist – setzte sich der Olfener, der in der Jugend zunächst beim BV Brambauer und später beim VfB Waltrop spielte, an seinen PC und schrieb die Abmeldung. Die steckte er dann in einen Briefumschlag und schickte diesen per Einschreiben an die Geschäftsstelle von Union Lüdinghausen. „Ich dachte, ich hätte alles richtig gemacht“, sagt der Angreifer, der demnächst an der Uni in Dortmund sein Maschinenbaustudium beginnt.

Als dann aber am 3. Juli – also drei Tage nach dem Ende der Wechselfrist – ein Einschreiben von Union Lüdinghausen auf seinen Schreibtisch flatterte, fiel Fricke aus allen Wolken. Der Verein hatte die Abmeldung nicht akzeptiert und Widerspruch eingelegt. „Und der abgebenden Verein ist hier ganz klar im Recht“, klärt der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey (Recklinghausen) auf.

„Der Spieler hätte sich nicht per Einschreibebrief, sondern per Einschreibekarte abmelden müssen. So sieht es die Spielordnung vor. Was sich in einem Briefumschlag mit Einschreibebeleg befunden hat, kann im Nachhinein ja nicht mehr geklärt werden“, sagt Matthey. Hier gelte eben nicht das Fairplay – Lüdinghausen hätte die Abmeldung trotz des Formfehlers akzeptieren und eine Freigabe erteilen können –, sondern die Paragraphen der Spielordnung, erläutert der oberste Chef im Fußballkreis.

Dass die Verantwortlichen von Union Lüdinghausen mit ihrem Widerspruch über den Stichtag 30. Juli gewartet haben, hinterlässt zumindest einen faden Beigeschmack. So hatte der Spieler keine Möglichkeit mehr, den Formfehler noch zu korrigieren. Doch Fricke, der sich am Donnerstagabend bereits bei Trainer Magnus Niemöller und der Mannschaft verabschiedet hat, nimmt’s sportlich: „Dann spiel’ ich eben noch ein Jahr in Lüdinghausen. Das ist für mich kein Problem, schließlich spielen dort auch meine Freunde und Fußball ist für mich immer noch ein Hobby.“ Für Erkenschwicks Trainer Niemöller ist die Sache durchaus ärgerlich. „Wir hätten ihn gerne verpflichtet. Ich bin sicher, dass er uns sportlich weitergeholfen hätte.“

Für Florian Fricke selbst kommt eine Sperre – er hätte ohne die Zustimmung von Union bis zum 1. Januar 2012 nur Freundschafts- und Pokalspiele für die Spvgg. bestreiten können – nicht in Betracht. Das Thema Spvgg. Erkenschwick ist für ihn aber damit nicht endgültig erledigt. „Ich will versuchen, mich über gute Leistungen in Lüdinghausen zu empfehlen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Und dann werde ich mich sicher richtig abmelden.

Von Olaf Nehls

 

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