stimbergstadion eingangsbereichFrüher war nicht alles besser. Zumindest wenn es um die optische Gestaltung des Eingangsbereiches des Stimbergstadions ging. Einer der traurigsten Anblicke, den es im Stadtgebiet gab, ist jetzt allerdings dank eines Kunstprojektes verschwunden.

 

Nach Vollendung des Kunstprojektes: Blau und grün sind die dominierenden Farben nach Abschluss des Kunstprojektes.

Wer vor den Kassenhäuschen des Stadion stand, der musste sich bislang schämen. Verschmierte Wände, kreuz und quer wurde gemalt. Von Kunst keine Spur, die Bezeichnung „ansprechend“ hatte das Ganze wahrlich nicht verdient.

 Geärgert haben sich viele über diesen Zustand. André Oberlin zum Beispiel. „Es muss sich dringend etwas tun“, hatte der Fanbeauftragte der Spvgg. Erkenschwick schon im Sommer gemahnt. Er holte den jetzigen Bürgermeister Carsten Wewers ins Boot, dazu Discjockey Sven Mushold und weitere Sponsoren. Geboren wurde die Idee einer Party im Maritimo. Mit dem Erlös wurde das Projekt angeschoben. Doch die praktische Umsetzung wäre ohne Helmut R. Schmidt so schnell nicht geschehen. Der Oer-Erkenschwicker Künstler ist bereits an vielen Orten aktiv. Mit einer Gruppe von Jugendlichen von der Paul-Gerhardt-Schule gestaltete der 57-Jährige die e Zechenbahn-Brücke über der Holtgarde neu.

 Nun machte sich Schmidt mit den Nachwuchs-Künstlern Richtung Stadion auf und sorgte für frischen Wind. Fans der Spvgg. mögen auf den ersten Blick etwas skeptisch sein ob der Farbenwahl. Die Vereinsfarben schwarz und rot und dominieren nicht die Wände. Blau (für Himmel) und grün (für Rasen) sind es vielmehr, dazu gibt es den Slogan „Mein Verein – meine Liebe – meine Stadt – für immer Fußball seit 1916“ sowie die Enbleme der Stadt, der Spvgg. und des TuS 09 Erkenschwick, der mit seiner Leichtathletik-Abteilung ebenfalls das Stimbergstadion nutzt.

 Am Ende der Wand im Eingangsbereich sieht es indes immer noch wild aus. Doch genau das ist auch gewollt. „Diese Fläche soll erhalten bleiben für Sprayer. Und dort sollen sie verwirklichen können, wie sie es wollen“, sagt der Bürgermeister. Auch in der Hoffnung, Schmierereien an anderen Orten im Stadtgebiet zu verhindern. Das Schulzentrum lässt grüßen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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