neue Spieler 2015Mehr Wettbewerb in allen Mannschaftsteilen wollte Trainer Magnus Niemöller beim Oberligisten Spvgg. Erkenschwick in der neuen Saison schaffen. Das dürfte dem Übungsleiter gelungen sein. Fünf Neuzugänge präsentierten Niemöller, Co-Trainer Stefan Mroß sowie Spvgg.-Vorsitzender Hermann Silvers am Montag den Anhängern im propenvollen Vereinsheim.

 

Gruppenbild mit Trainern (von links): Stefan Mroß, Arda Nebi, Stefan Grummel, Mirko Eisen, Timo Erdmann und Dimitrios Pappas sowie Cheftrainer Magnus Niemöller am Montagabend bei der Vorstellung der Neuzugänge. Foto: Olaf Krimpmann

Viel fußballerische Prominenz ist dabei. Wie etwa Timo Erdmann. Am 28 Jahre alten Bochumer, zuletzt Stammkraft bei TuS Ennepetal und dort torgefährlicher Mittelfeldspieler, hatte Niemöller schon vor Jahren Interesse gezeigt. Seine Beharrlichkeit zahlte sich jetzt aus.

 Ähnlich war es bei Neuzugang Nummer zwei. Arda Nebi kommt zwar vom SV Lippstadt 08, wohnt aber in Recklinghausen. „Zehn Minuten von hier entfernt“, meinte der 24-Jährige bei seiner Vorstellung, der auch der verbliebene Spvgg.-Kader der vergangenen Oberliga-Saison fast komplett beiwohnte. Nebi soll am Stimberg für Druck über Außen sorgen.

 Mit Stefan Grummel stößt ein Regionalliga erfahrener Akteur zum Kader. Der versierte Mittelfeldspieler spielte schon für RWE und FC Kray und kommt von der SG Wattenscheid 09.

 Mit Mirko Eisen (SF Stuckenbusch) gibt es dazu wie so oft unter der Regie von Niemöller einen Rückkehrer. Der Stürmer, mit Abstand bester Torschütze seines Teams in den vergangenen Jahren, soll seine Qualitäten nicht nur im Strafraum ausspielen. Als „echter Typ“ soll der ältere der beiden Eisen-Brüder dafür sorgen, dass die Stimmung im Team weiter erstklassig bleiben soll.

 Wozu Eisen selbst schon am Montag beitrug: „Mein Ziel war es, einmal mit meinem Bruder zusammenspielen. Da Nils hier nicht wegzudenken ist, musste eben ich kommen.“ Seine Rückkehr sieht er „noch einmal als echte Herausforderung“ an.

Dimitrios Pappas hatte wohl niemand auf dem Zettel

 Nur den Namen von Neuzugang Nummer fünf hatte wohl niemand auf dem Zettel: Ex-Profi Dimitrios Pappas (SSVg. Velbert) ist die eigentliche Überraschung. 35 Jahre ist der Verteidiger, eine für Niemöller ziemlich unübliche Verpflichtung. Er soll die Lücke schließen, die der Weggang von Stephan Nachtigall hinterlassen hat.

 Pappas spart in Zukunft etliche Kilometer –der Routinier wohnt in Herten. Ohnehin, versichern Silvers wie Niemöller, habe man bei allen Transferaktivitäten immer das Machbare im Blick. 21 Spieler umfasst der Erkenschwicker Kader damit zur neuen Oberliga-Saison.

 Was die Aussichten betrifft, will sich der Trainer noch nicht festlegen. Niemöller gibt sich aber angriffslustig: „Wir wollen in allen Wettbewerben für jede Mannschaft ein echter Herausforderer sein.“ Bedeutet in Bezug auf die Oberliga: Die Spvgg. will die Lücke zur absoluten Spitze schließen. Und könnte damit selbst ein ernstes Wort um den Titel mitsprechen.

 Ein Ansinnen, dem auch der Vorsitzende Hermann Silvers grundsätzlich nicht im Wege steht: „Wir können nicht ein drittes Mal sagen, wir machen es nicht“, so Silvers – ohne allerdings das Wort Regionalliga in den Mund zu nehmen.

Zusagen von Schalke und BVB für das Jubiläumsjahr 2016

 Der Vorsitzende räumte ein, dass der Verein aktuell gut aufgestellt sei. Ein Verdienst auch der guten Arbeit des Gespanns Niemöller/Mroß. Silvers: „Die Trainer haben eine Mannschaft aufgebaut, die sportlich und charakterlich erste Sahne ist in der Oberliga.“

Pünktlich zu den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsjubiläum ist damit Zuversicht angesagt. Apropos: Für 2016 liegen die Zusagen von Schalke 04 und Borussia Dortmund für Jubiläumsspiele vor. Wegen der EM gibt es nach Aussage von Silvers für beide Spiele aber noch keine konkreten Termine.

von Olaf Krimpmann

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