SpvggI_SimonEin packender Fußballabend am Blötter Weg: NRW-Liga-Aufsteiger Spvgg. Erkenschwick hat einen Punkt beim VfB Speldorf erkämpft. Dabei ließen sich die Schwarz-Roten auch von zwei Platzverweisen nicht unterkriegen.


 
Ein kleiner Platz mit einer Wiese statt eines Rasens, ein funzeliges Flutlicht und zwei Mannschaften, die Fußball arbeiten – das waren die Voraussetzungen für die Partie am Mittwochabend. Trainer Jürgen Wielert vertraute der gleichen Startformation wie am vergangenen Samstag und tat zunächst gut daran.
Zwar erspielte sich Speldorf in den ersten 20 Minuten drei, vier erstklassige Torchancen, das Tor aber erzielten die Gäste. In der 23. Minute behauptete André Simon einen langen Ball am Speldorfer Strafraum, passte auf Stefan Oerterer, und der zuletzt gescholtene Stürmer netzte mit dem ersten Erkenschwicker Torschuss unhaltbar zum 0:1 ein.
Speldorf drückte weiter, Erkenschwick zeigte sich in den Zweikämpfen nun aber verbessert, verteidigte mit Mann und Maus und hatte auch Glück, als etwa Dennis Drontmann auf der eigenen Torlinie rettete (26.).
Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte Tobias Bockhoff in der Nachspielzeit einen Konter nicht um 30 Zentimeter neben das Tor gesetzt, sondern stattdessen in den Speldorfer Kasten? So aber nahm das Unheil seinen Lauf.
Erst fiel Mirko Talaga verletzt aus und wurde mit einem stark geschwollenen Knie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht, dann patzte die Erkenschwicker Hintermannschaft in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Thomas Pütters stürmte mutterseelenallein auf Keeper Marcel Müller zu, der den Speldorfer zu Fall brachte – Elfmeter und Platzverweis. Eine sehr harte Entscheidung von Schiedsrichter Lars Bremkens. Der Strafstoß hätte es wohl auch getan. Christian Hinz erzielte das 1:1 vom Punkt.
Nach der Pause kam es noch dicker für die Spielvereinigung: Tim Brüggenkamp traf im Mittelkreis Ball und Gegner, Schiedsrichter Bremskens kannte kein Pardon und hielt dem schon verwarnten Erkenschwicker die Ampelkarte vor die Nase.
Doch auch davon ließen sich die Gäste nicht schocken: Neun Erkenschwicker verteidigten geschickt und kämpften beherzt. Kaum einmal, dass sich Speldorf eine klare Chance erspielte. Schließlich tat auch noch der schon verwarnte Flöth den Gästen den Gefallen und langte wieder hin: Auch der Speldorfer sah Gelb-Rot (78.).
Jetzt setzten die Schwarz-Roten sogar ein paar gefährliche Nadelstiche. Der starke Marvin Schurig hatte das 1:2 auf dem Fuß, verfehlte aber den Kasten (85.). Als Schiedsrichter Bremkens nach 94 Minuten endlich abpfiff, stand fest: Diesen Punkt hatten sich die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste hoch verdient.

Erkenschwick: Müller - Schurig, Falkowski, Schmidt, Drontmann, Brüggenkamp, Talaga (35. Herold), Warncke, Simon, Oerterer (45. +2 Götz), Bockhoff (77. Opitz)

von Thomas Braucks und Olaf Krimpmann

 

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