Timo Ostdorf, Sebastian Westerhoff und Stefan Oerterer beziehen wie der gesamte Verein Stellung gegenüber Fremdenhass und Intoleranz. Foto: Krimpmann  In Wattenscheid feierten die mehr als 100 mitgereisten Anhänger der Spvgg. im Fanblock zuletzt ein friedliches Fußballfest.


Dass es aber im Umkreis des Traditionsvereins durchaus hin und wieder zu einigen (verbalen) Ausrutschern kommt, ist nicht neu. Der neue Vorstand und auch die Oberligamannschaft steuern dem entgegen. Beim letzten Heimspiel der Schwarz-Roten am vergangenen Donnerstag setzte der ganze Verein ein Zeichen gegen Fremdenhass und Diskriminierung. So wurde der mittlerweile bekannte Slogan des Klubs: „Am Stimberg ist Zuhause“ ein wenig ergänzt, und zwar mit den Worten: „Für Jedermann.“ Die Mannschaft machte sich in T-Shirts mit dem gleich lautenden Logo warm und der Vorstand erläutert die Aktion wie folgt: „Die Spvgg. Erkenschwick distanziert sich von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und jeglichen Diskriminierungen hinsichtlich Geschlecht, Alter und Ethnie. Es sollte unser aller Bestreben sein, die familiäre und harmonische Atmosphäre im Umfeld unseres Vereins aufrecht zu erhalten. Der Vorstand der Spvgg. Erkenschwick wird alles dafür tun, um diese Werte zu schützen und Diskriminierungen jeglicher Art nicht tolerieren.“ Zwar kein verbaler, dafür aber ein körperlicher Aussetzer hatte dem Verein jüngst eine saftige Strafe eingebracht. Weil Zuschauer während des Oberligaspiels in Lippstadt die Umrandung des Rasenplatzes im Waldschlösschen überwanden, wurde die Spvgg. von der Verbandsspruchkammer zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro verurteilt. Für die aber wird nun der Verein nicht selbst aufkommen, denn auch in der Anhängerschaft hat offenbar ein Einsehen stattgefunden. Spvgg.-Fans haben nun selbst in den Geldbeutel gegriffen und die Summe aus eigenen Mitteln aufgebracht. Billiger wäre es nur gewesen, wenn es gar nicht erst zu dieser Aktion gekommen wäre…

von Olaf Krimpmann

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