schurigmarvinDer VfB Hüls holt einen "Dreier" in Aachen, Neuling Spvgg. Erkenschwick trotzt dem MSV Duisburg II ein 0:0 ab - die beiden NRW-Ligisten rührten beim Start kräftig die Werbetrommel fürs Vest-Derby. Am kommenden Sonntag treffen beide Klubs im Badeweiher-Stadion aufeinander.



 
Verteidiger mit Vorwärtsdrang: Marvin Schurig (l.) und NRW-Liga-Neuling Spvgg. Erkenschwick setzten dem MSV Duisburg II mächtig zu. Foto: Krimpmann 

Nach eher matten Ergebnissen in der Vorbereitung war der VfB Hüls im alten Tivoli-Stadion in Aachen auf dem Punkt zur Stelle – mit einem tadellosen Gemeinschaftswerk. Vom fehlerlosen Torhüter Tobias Rantzow über Mathias Tomaschewski, den als rechten Außenverteidiger wohl keiner auf der Rechnung hatte. Von Spielmacher Kadir Mutluer, der im defensiven Mittelfeld abräumte, bis hin zum nimmermüde über den Platz hechelnden Angreifer Tim Helwig.
„Dass die Mannschaft nach dem frühen 1:0 so ruhig, so abgeklärt gespielt hat, ist schon bemerkenswert. Kompliment“, sagt Olaf Thon. Dabei hat der Trainer mit den angeschlagenen Engin Yavuzaslan, Torsten Stondzik und Adrian Gurzynski noch drei starke Kräfte in der Hinterhand. „Mit ihnen könnten wir eine gute Mannschaft zusammen haben.“
Aber nicht nur in Hüls, auch am Stimberg ist der Anfang gemacht – einer, den Trainer Jürgen Wielert auch rundum als Erfolg wertet. „Ich sehe das 0:0 gegen den MSV Duisburg positiv: Die Mannschaft hat sich gegen einen starken Gegner taktisch ausgezeichnet aus der Affäre gezogen“, so der Trainer am Tag nach der NRW-Liga-Premiere.
Was Wielert fehlte: Die eine oder andere Chance mehr, und vielleicht ein Tor. „Möglichkeiten gab es. Ich meine, wir hatten gegenüber den Duisburgern sogar die besseren und hätten das 1:0 erzielen müssen.“ Zu viel Respekt sei jedenfalls nicht im Spiel gewesen: „Wir waren schon unbekümmert. Aber wir wollten uns eben nicht abschlachten lassen, haben deshalb wert darauf gelegt, zunächst einmal gut zu stehen.“
Ein Konzept, dass auch der VfB Hüls auf dem Aachener Tivoli formvollendet und äußerst erfolgreich zur Anwendung brachte. Was dies für den kommenden Sonntag bedeutet? Erwartet die Fans am Badeweiher etwa ein Derby, in dem sich zwei Teams belauern und auf den womöglich spielentscheidenden Fehler des Gegners warten? „Ach was!“, sagt Jürgen Wielert. „Das wird doch ein ganz anderes Spiel. Das Derby wollen wir für uns entscheiden – und der VfB Hüls sieht das sicher ganz genauso.“

Von Thomas Braucks

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