gw erkenschwickAm Dienstag wird’s ernst für die Fußballer von GW Erkenschwick. Ab 18.30 Uhr empfängt der A-Kreisligist in der dritten Runde des Krombacher-Kreispokals den Nachbarn Spvgg. Erkenschwick. Da werden Erinnerungen wach.


 
 
Mit rund 300 Zuschauern rechnen die Verantwortlichen von GWE, die sich ihr „Spiel des Jahres“ durch einen Arbeitssieg in Runde zwei gegen Bezirksligist DJK/Spvgg. Herten verdienten. Erst in der Verlängerung und dazu noch in Unterzahl konnte der amtierende Stadtmeister die Hertener mit 3:2 überraschend aus dem Wettbewerb kegeln.
Überhaupt scheinen die Grün-Weißen, die von Thomas Synowczik und Volker Conradt trainiert werden, die Duelle „David gegen Goliath“ zu lieben. In den vergangenen Jahren, die Saison 2009/2010, als bereits in Runde eins das unerwartete Aus gegen TuS Henrichenburg kam, einmal ausgenommen, traten die GWE-Kicker schon häufiger als Favoritenschreck auf.
In der Spielzeit 2008/2009 scheiterte der A-Ligist im März 2009 nach tollem Kampf und großer Kulisse erst im Viertelfinale am NRW-Ligisten SV Schermbeck. Mit einem Doppelpack beendete Piere Bendig beim 0:2 vor gut 200 Zuschauern in Oer-Erkenschwick die Hoffnungen auf eine Sensation.

Die war den Grün-Weißen, die 2008 in Runde zwei an den Sportfreunden Germania Datteln scheiterten – Doppeltorschütze beim 2:4 war damals übrigens Stefan „Doc“ Wiegand – in der Saison 2006/2007 gelungen.
Gegen den VfB Hüls gab’s im Viertelfinale unter Trainer Michael Blum einen 3:0-Sieg. Für den damaligen Hülser Coach Klaus Täuber war die Partie am Nußbaumweg das erste Pflichtspiel mit dem VfB. Aus Verärgerung über das peinliche Ausscheiden seiner Elf beim krassen Außenseiter ließ „Boxer“ Täuber seine Jungs direkt nach dem Spiel an einem späten Donnerstagabend noch eine Trainingseinheit absolvieren. Für GWE war der Einzug ins Halbfinale der größte Erfolg.

Den Siegeszug von GWE beendete dann übrigens die Spvgg. mit Trainer Manni Wölpper im Halbfinale. Am 2. Mai 2007 kamen rund 300 Zuschauer zur Langen Wanne nach Recklinghausen, wo die Runde der letzten vier Teams ausgetragen wurde.
Janos Bluhm brachte die Spvgg. in Führung. Timo Ostdorf glich kurz nach der Pause per Foulelfmeter aus. Erst in der Schlussphase stellten Zouhair Allali und Sebastian Westerhoff den 3:1-Erfolg der Schwarz-Roten sicher, die sich später im Finale dem SV Schermbeck mit 0:2 geschlagen geben mussten. Die Grün-Weißen landete nach einer 0:4-Niederlage gegen den FC 96 Recklinghausen im kleinen Finale auf Rang vier. Mittlerweile ist auf beiden Seiten, bis auf Dennis Warncke (Spvgg.) und Christian Kevering (GWE), kein Spieler von damals mehr dabei. Beide Klubs haben in den letzten Jahren ihre Mannschaften radikal verjüngt.
„Natürlich ist das ein besonderes Spiel für uns“, sagt Synowczik. „So lange wie möglich wollen wir uns wehren und uns vor hoffentlich vielen Zuschauern gut präsentieren.“ Dabei wird Spvgg.-Coach Jürgen Wielert einigen Spielern aus der Startelf von Sonntag beim 0:4 in Hüls eine Auszeit gönnen. Bei GWE kehrt Offensivmann Patrick Wienstein nach seiner dummen Roten Karte aus dem Pokalspiel gegen Herten zurück. Vidmar, Wasilewski, Klein Altstedde und Zylka sind angeschlagen und nur als Zuschauer dabei. Doch das muss bei GWE ja nicht viel heißen...

Von Olaf Nehls

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