warnckeVier Gegentore gegen Aachen, vier in Homberg. Man kann nicht sagen, dass die Abwehr der Spvgg. Erkenschwick aktuell so sicher wäre wie die sprichwörtliche Bank von England.


  Wieder dabei: Rotsünder Dennis Warncke. Foto: Krimpmann
Das passt es vortrefflich ins Bild, dass am Sonntag ein Verein seine Visitenkarte im Stimberg-Stadion abgibt, der durchaus weiß, wo das Tor steht. Das hat die SSVg. Velbert bereits im Hinspiel bewiesen. „Da hätten wir auch zehn Stück kriegen können“, meint Trainer Stefan Blank.

Velbert beließ es bei vier Treffern und damit bei exakt jener Zahl, für die die Schwarz-Roten auch aktuell stets „gut“ sind.

Man muss über keine seherischen Fähigkeiten verfügen um anzunehmen, dass bereits ein knapperes Resultat am Sonntag als Erfolg verbucht werden kann. Auch wenn Blank sagt, dass das Spiel nach vorne beim bereits als Absteiger fest stehenden Aufsteiger durchaus ansehnlich sei, die Lücken in der Defensive wurmen auch den Ex-Profi.

Kein Wunder, dass das Hauptaugenmerk am Sonntag darauf liegen dürfte, erst einmal die Schotten dich zu behalten. Was dann noch geht, bleibt abzuwarten.

Dass Velbert die Saison noch lange nicht abgeschrieben hat, zeigte die Mannschaft von Trainer Frank Schulz zuletzt gegen den VfB Hüls. Das Resultat: 3:0 für Velbert, ein klares Ergebnis.

Wenigsten wieder ein paar Alternativen mehr

Was Stefan Blank ein wenig optimistischer stimmt, ist die Tatsache, dass sich für Sonntag wieder ein paar Alternativen mehr auftun. Zwar werden nach wie vor die verletzten Timo Ostdorf und Mirko Talaga ausfallen, dafür rechnet Blank aber mit der Rückkehr von Innenverteidiger Jan Schmidt wie auch mit Dennis Warncke, der am Sonntag seine Rotsperre aus dem Spiel gegen Rot-Weiss Essen abgesessen haben wird.

Was die eigene Zukunft betrifft, hält sich Blank noch nicht bedeckt. „Die Gespräche laufen“, sagt der 34-Jährige. Dass Blank seine Zukunft auf der Trainerbank sieht, ist bekannt.

Der A-Lizenzinhaber sieht dabei ein künftiges Engagement zunächst unabhängig von der Liga an. „Das ist erst einmal zweitrangig“, so Blank. „Auf jeden Fall muss es ein Verein sein, der eine gesunde finanzielle Basis hat, so dass man in Ruhe und vernünftig eine Saison durchplanen kann.“

Für den Gelsenkirchener sind die finanziellen und personellen Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit bei der Spvgg., die unter anderem zum Verzicht auf die Teilnahme am Lizensierungsverfahren geführt haben, nicht neu. Bei seiner ersten Trainer-Station in Wattenscheidt hat Blank schon ähnliche Erfahrungen gesammelt.
Spvgg. Erkenschwick - SSVg. Velbert
So., 15 Uhr – Stimberg-Stadion

von Olaf Krimpmann

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