jubel in ennepetalDer Mann des Tages brauchte nicht lange in den Erinnerungen zu kramen. Diese beiden Tore im Ennepetaler Bremenstadion waren mutmaßlich die schönsten, die Deniz Batman in seiner Fußballer-Laufbahn erzielt hat. „Wobei das zweite für mich ganz vorn liegt“, sagte der Erkenschwicker Mittelfeldspieler. „Der hat ja ganz genau gepasst!“

 

Jubel um den Mann des Tages: Deniz Batman (M. vorn) nimmt nach seinem ersten Streich die Glückwünsche der Kollegen entgegen. Foto: Thomas Braucks

Die 77. Minute lief zwischen dem TuS Ennepetal und der Spvgg. Erkenschwick, als die Gastgeber Deniz Batman einen Moment zu viel Zeit ließen. Der 24-Jährige legte sich den Ball 20 Meter vor dem Tor zurecht – und jagte ihn unter die Latte in den Torwinkel – 1:3.

 Ein Treffer so sehenswert wie wertvoll. Es war die Entscheidung in einer umkämpften Oberliga-Partie, die kurz zuvor noch auf Messers Schneide gestanden hatte.

 Deniz Batman, ganz Teamplayer, schaltete von seinem persönlichen Geniestreich schnell um. Und nahm das große Ganze in den Blick.

„Ich denke, dass wir das als Mannschaft heute gut gemacht haben“, meinte der Doppeltorschütze. „Wir haben heute bewiesen, dass wir guten Oberliga-Fußball spielen können.“

Keineswegs selbstverständlich nach der Niederlage im Derby gegen den TSV Marl-Hüls. „Wir haben unter der Woche ordentlich auf die Fresse gekriegt“, beschrieb Co-Trainer Stefan Mroß recht rustikal die vergangenen Tage am Stimberg. „Aber wir haben versucht, das von der Mannschaft so weit es geht fernzuhalten und haben akribisch gearbeitet.“

Hart gearbeitet hat dann auch die Mannschaft gegen den TuS Ennepetal. Schwarz-Rot attackierte früh und entschlossen, ließ den Gastgebern wenig Luft. Wohl ein Dutzend Mal musste TuS-Torhüter Marvin Weusthoff den Ball in Bedrängnis aus seinem Strafraum dreschen. Allein in Halbzeit eins.

 Klare Offensivaktionen aber blieben zunächst Mangelware bei den „Schwickern“. Am gefährlichsten wurde es noch, wenn Stefan Grummel aus dem Mittelfeld seine Angreifer in Szene setzte – so wie in der 22. Minute, als Stefan Oerterer an Weusthoff scheiterte.

 Chancenlos war Ennepetals Torhüter in der 34. Minute: Auf dem rechten Flügel nahm Deniz Batman den Ball elegant mit, dribbelte an Lukas Winczura vorbei nach innen und schloss die Aktion mit einem satten Linksschuss ab: In zwei Metern Höhe schlug der Ball hart am Innenpfosten ein – 0:1.  Ein Wirkungstreffer: Die Spielvereinigung war bis zur Pause das bessere Team, hätte durch Arda Nebi sogar das 0:2 nachlegen können (39.).

 Aus der Pause kam Gastgeber TuS Ennepetal energischer und brachte nun auch die Erkenschwicker Defensive ins Schwitzen. Beim 1:1 war allerdings eine gehörige Portion Glück mit im Spiel: Robin Gallus traf mit einem Kunstschuss aus 18 Metern: Der Ball flog unter die Latte, von dort an den Innenpfosten und sprang erst dann über die Linie (50.).

 Schwarz-Rot brauchte etwa bis zur 60. Minute, um den Rückschlag abzuschütteln und wieder in Tritt zu finden. Dann aber meldeten sich die Gäste mit Macht zurück. In der 68. Minute war der engagierte Philipp Rosenkranz nach einem Eckball an Ennepetals Fünfmeterraum zur Stelle und beförderte den Ball zum 1:2 ins Tor (68.).

 Nur zwei Minuten sprach endgültig alles für die Spielvereinigung: Der bereits verwarnte Lahchaychi stieg mit gestrecktem Bein und offener Sohle gegen Kevin Kokot ein: Gelb-Rot für Ennepetals Mittelfeldmann.

 Eine Schrecksekunde hatten die Gäste trotzdem noch zu überstehen: Kai Strohmann verpasste nach Zuspiel des ehemaligen Hülsers Marc Schröter eine Riesenchance zum 2:2 (74.). Danach aber setzte nur noch die Spvgg. Akzente. Deniz Batman gelang mit dem zweiten Traumtor die Entscheidung (77.). Stefan Oerterer legte das 1:4 nach – nach einem uneigennützigen Querpass von Tim Kilian (88.).

Quelle: Stimberg-Zeitung

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