krombacher_pokalVfB Hüls hat das Viertelfinale im Westfalenpokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Olaf Thon setzte sich im NRW-Ligaderby vor 184 zahlenden Zuschauern gegen die Spvgg. Erkenschwick mit 2:0 (0:0) Toren durch.



 
Die Spielvereinigung bleibt damit in dieser Saison am Badeweiher ohne Torerfolg. Bereits in der Meisterschaft hatten die Schwarz-Roten mit 0:4 das Nachsehen gehabt.
Während die Elf von Trainer Jürgen Wielert im August aber sich noch etliche Großchancen erspielte, waren die gestern kaum zu sehen. Hüls hatte drei, vier zwingende Aktionen mehr zu bieten – in diesem Sinne geht der Sieg in Ordnung.
Dass zwischenzeitlich die Nerven doch ein wenig blank lagen, lag an der umstrittenen Szene zum 1:0 in der 53. Minute. Jürgen Wielert sah hier den „absoluten Knackpunkt“, die mitgereisten Erkenschwicker Fans ein klares Foulspiel von Tim Helwig an Marvin Schurig, mit dem sich der Hülser Angreifer im Erkenschwicker Strafraum freie Bahn zum 1:0 verschaffte.
Schiri Martin Gropengießer, der bis dahin leichtes Spiel hatte, ließ weiterspielen – und die Entscheidung des Mannes aus Hemer zählt.
Was die Emotionen nahe der Erkenschwicker Bank aber erst recht zum Überkochen brachte, war die angebliche Aussage des Schiri-Assistenten, der sinngemäß gesagt haben soll, Schurig habe sich wohl selbst zu Fall gebracht. Worüber der Verteidiger, der Minuten casino pa natet lang behandelt werden musste, kaum lachen konnte. Gropengießer ließ vorsorglich die Erkenschwicker Bank räumen, von der es offenbar derbe Kommentare prasselte, die Security postierte sich dahinter, weil auch die dort stehende Zuschauer aufgebracht waren.
Es war auf einmal einiges los am Badeweiher. Diese Szene brachte Pfeffer in die bis dahin nicht schlechte, aber keinesfalls berauschende Partie. Hüls hatte mehr vom Spiel, kam mit wenigen Ausnahmen aber nicht zum Abschluss.
Was auch auf die Erkenschwicker Offensivbemühungen zutraf. Zweimal hielt Marcel Müller gut (10.; 31.), während die Hülser Verteidiger Tobias Rantzow die Arbeit abnahmen, indem sie den gefährlichsten Erkenschwicker Stefan Oerterer konsequent doppelten und der Stürmer zudem bei zwei, drei Szenen die falsche Option wählte.
Mit dem 1:0 wurde es aber ein rassiger Pokalkampf mit Haken und Ösen und Torszenen. Allerdings spielten die sich ausschließlich vor dem Erkenschwicker Tor ab. „Weil wir viel zu früh aufgemacht haben“, wie Jürgen Wielert haderte. Helwig nach Freistoß von Mutluer entschied die Partie nach 65 Minuten mit dem Treffer zum 2:0. In der 81. Minute verpasste der Angreifer den Hattrick, als Helwig „den Mill machte“.
Völlig frei vor dem Erkenschwicker Kasten visierte der Stürmer wie einst Frank Mill in der Bundesliga nur den Pfosten an. VfB-Trainer Olaf Thon konnte es verschmerzen. „Nach den drei Niederlagen in Folge zuletzt war das heute wichtig“, meinte Thon. „Jetzt freuen wir uns auf eine kleine Zusatz-Einnahme durch das Viertelfinale.“
Der Hülser Gegner wird erst am 20. November ermittelt. Fest steht, dass es ein echter Brocken sein wird: Entweder Drittligist Rot-Weiß Ahlen oder aber Regionalligist Preußen Münster.

von Olaf Krimpmann

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