derby gegen huels 2014Vor dem Oberliga-Duell zwischen dem VfB Hüls und der Spvgg. Erkenschwick an diesem Sonntag (15 Uhr) ist das Interesse an der Badeweiher-Elf so groß wie lange nicht. Ein Interesse, auf das der Verein gern verzichtet hätte. Mit dem Hülser Rückzug in die Bezirksliga zum Saisonende ist von jetzt auf gleich eine komplette Oberliga-Elf auf dem Markt.

 

immer ein Aufreger: Im letzten Derby im Badeweiher-Stadion im Frühjahr 2014 ging es zwischen VfB Hüls und Spvgg. Erkenschwick hoch her. Auch an diesem Sonntag wieder? Foto: Deinl

Marko Onucka, Kadir Gökyar, Marc Schröter, junge Eigengewächse wie Robin Klaas oder Torhüter Rafael Hester, dazu ein Spielertrainer wie Markus Kaya, der noch in diesem Jahr seine A-Lizenz bauen will: Interessante Kicker gibt es am Badeweiher genug.

 Was auch für die Bewerber gilt. Sie reichen offenbar von Oberligisten wie SuS Stadtlohn oder TuS Ennepetal über Landesligisten wie TuS Haltern bis hin zu finanzstarken, aufstrebenden A-Kreisligisten. Möglicherweise rühren die Hülser Fußballer an diesem Sonntag noch einmal die Werbetrommel in eigener Sache – im auf lange Zeit letzten vestischen Derby gegen die Spvgg. Erkenschwick.

 Trainer Markus Kaya hat seine Ankündigung wahr gemacht: Alle Hülser Spieler erhalten in diesen Wochen ihre Chance, sich zu präsentieren. Das gilt auch fürs Derby. „Wir werden wieder einige personelle Änderungen vornehmen“, sagt Kaya mit Blick auf das Spiel gegen Ahlen am vergangenen Mittwoch.

 Eine ist nicht freiwillig: Angreifer Marko Onucka, der Erkenschwicks Hintermannschaft in den letzten Derbys vor einige Probleme gestellt hat, ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt. Dafür kehrt Kadir Gökyar nach Gelb-Rot-Pause zurück.

 Bei Gegner Spvgg. Erkenschwick ist der Respekt vor den Hülser Leistungen groß. Trainer Magnus Niemöller verschaffte sich am Mittwoch im Hülser Nachholspiel gegen RW Ahlen noch einmal einen frischen Eindruck des Gegners. Er war trotz der 1:5-Pleite angetan.

„Das war trotz der Niederlage eine reife Leistung“, so Niemöller. „Man kann nur alle Hüte ziehen vor diesem VfB, wie der sich nach den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen präsentiert.“

Die Erkenschwicker Derby-Bilanz ist miserabel

 Am Stimberg sind sie gewarnt. Zumal die Schwarz-Roten, eigentlich eins der beständigsten Teams in der Oberliga Westfalen, in dieser Spielzeit so ihre Probleme mit Derbys haben. Die Bilanz ist miserabel.

 Ob Westfalia Herne, SV Zweckel oder eben VfB Hüls: Zu einem Sieg gegen einen der Nachbarn, aktuell nicht gerade sportliche Schwergewichte der Oberliga, hat es in dieser Saison noch nicht gereicht. „Wir haben das in der Mannschaft dabei längst thematisiert“, räumt Trainer Magnus Niemöller ein. Mit dem Resultat: „Eine schlüssige Antwort darauf hat keiner gefunden.“

Am Willen liege es dabei nicht, so der 41-Jährige: „Vielleicht sind wir in diesen Spielen einfach zu verkrampft?“ Groß lamentieren will er nicht. „Trotz unserer Ausbeute sind die Jungs wieder in Derbystimmung“, sagt der Coach. „Wir sind auf alles vorbereitet, weil wir wissen, dass das Spiel auch für Hüls eins der letzten Highlights der Saison ist.“

Neben den drei länger verletzten Marcel Müller, Janos Bluhm und Christopher Weißfloh wird wohl auch Philipp Rosenkranz fehlen. „Rosi“ schlägt sich mit einer entzündeten Leiste herum. Mit Blick auf die für die Spvgg. Erkenschwick spannende Woche – am Donnerstag steht das Kreispokalfinale beim TSV Marl-Hüls an – will Trainer Niemöller am Sonntag kein Risiko eingehen.

Quelle: Stimberg-Zeitung

 VfB Hüls - Spvgg. Erkenschwick; So., 15 Uhr – Badeweiher-Stadion  

Liveticker: www.marler-zeitung.de

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