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krombacher_pokalMan sieht sich oft in diesen Wochen. Am Mittwoch wieder. Im Achtelfinale des Westfalenpokals kommt es auf dem Kunstrasen am Badeweiher-Stadion zum NRW-Liga-Duell zwischen dem VfB Hüls und der Spvgg. Erkenschwick. Der Sieger darf sich im nächsten Jahr auf ein Duell mit dem Drittligisten Rot-Weiß Ahlen oder Regionalligist Preußen Münster freuen.


 
Ein Pokalspiel zur Unzeit? Nach der 0:5-Packung gegen Fortuna Köln hätte sich VfB-Trainer Olaf Thon wohl am liebsten in ein einwöchiges Trainingslager zurückgezogen, um die schwächsten 45 Minuten dieser NRW-Liga-Saison aufzuarbeiten.
Das Sammelsurium an Unzulänglichkeiten, das der VfB am Sonntag in der zweiten Halbzeit offenbarte, stimmt bedenklich. Und wie schnell eine Niederlagenserie zum Selbstläufer werden kann, haben sie in Hüls in der vergangenen Saison schmerzlich erfahren.
„Wir müssen uns jetzt voll auf das Spiel beim VfB Homberg konzentrieren“, fordert Trainer Thon. Und doch kreuzt erst einmal die Spvgg. Erkenschwick am Badeweiher auf. „Natürlich wollen wir auch im Pokal etwas erreichen und eine Runde weiterkommen“, sagt Olaf Thon pflichtschuldig.
Dennoch wird der Trainer die Chance nutzen, Personal zu testen. Alle Spieler, die gegen Köln zunächst auf der Bank saßen, sollen am Mittwoch von Beginn an eine Chance bekommen. Auch Adrian Gurzynski soll spielen – wenn auch nicht von Anfang an. Olaf Thon: „Wir müssen aufpassen, dass wir ihn nach seiner Verletzungspause nicht zu stark belasten.“
Vom Verletzungspech gebeutelt ist Erkenschwicks Trainer Jürgen Wielert. Der würde  auch gerne den „zweiten Anzug“ testen – wenn er denn einen hätte. Ostdorf, Warncke, Simon, Bockhoff, Koch, Kokot – das sind nur die Namen der Spieler, die auf keinen Fall auflaufen können. Elf, zwölf Feldspieler, auf mehr kam Wielert nicht, als er am Dienstag den Kader für das Pokalspiel aufzählte. Wenig, wenig…
Die Gedanken, gibt Jürgen Wielert freimütig zu, schwelgen darüber hinaus schon jetzt bei Fortuna Köln, der nächsten Aufgabe in der Liga. „Die Meisterschaft ist wichtiger“, sagt der 50-Jährige. Dabei dürfte am Mittwoch für Motivation ausreichend gesorgt sein.
Wann immer man Jürgen Wielert auf eine seiner übelsten Niederlagen als Erkenschwicker Trainer anspricht, es fällt das 0:4 beim VfB Hüls. „Eine bittere Niederlage, die um vier Tore zu hoch ausgefallen ist“, meint der Trainer.
Am Mittwoch können es seine Jungs besser machen. Sollten sogar: Eine zusätzliche Pokaleinnahme durch das Viertelfinale käme dem Traditionsverein nicht ungelegen.
INFO VfB Hüls -
Spvgg. Erkenschwick
heute, 18.45 Uhr
Badeweiher (Kunstrasen)

von Thomas Braucks und Olaf Krimpmann