Eng und zuweilen hart ging es in Zweikämpfen zu: Hier klärt Lippstadts Lars Schröder gegen den Erkenschwicker David Sawatzki. Foto: Krimpmann Starker Schlussspurt am Waldschlösschen: Oberligist Spvgg. Erkenschwick bog im Spitzenspiel des Tages bei Tabellenführer SV Lippstadt 08 einen 0:2-Rückstand in letzter Minute um und feierte mit dem 2:2 einen ebenso schwer wie verdient erkämpften Punkt.



Die Erkenschwicker Treffer markierte dabei Stefan Oerterer, der in der 76. Minute erst per Foulelfmeter und in der 90. Minute mit der letzten Schusschance des Spiels aus zwölf Metern Torentfernung erfolgreich war. Viktor Maier hatte Lippstadt mit 2:0 in Führung gebracht: In der 31. Minute per Freistoß über die Abwehrmauer und in der 60. Minute nach einem Lippstädter Konter.

Dass sich der Tabellenführer in einem interessanten wie intensiven Spiel aber damit nicht sicher sein konnte, das hatte Lippstadts Trainer und Sportdirektor Daniel Farke frühzeitig geahnt. „Erkenschwick ist immer gut, wenn sie kreatives Chaos spielen und in der Schlussphase alles nach vorne werfen“, meinte der 36-Jährige. Und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Viele Schussmöglichkeiten hatte es hüben wie drüben nicht gegeben. Mit dem 0:2-Rückstand aber versuchten die Gäste vom Stimberg am Ende alles und wurden belohnt. Zugegebenermaßen muss man den Elfmeter, der zum 1:2 in der 76. Minute führte, nicht geben: Timo Ostdorf und Christopher John waren im casino online Lippstädter Strafraum aneinander gerasselt. Schiri Börner zeigte sofort auf den „Punkt“ und Stefan Oerterer verwandelte eiskalt.

Die Gäste mobilisierten in der letzten Viertelstunde nochmals ihre letzten Reserven. „Heute haben wir am Limit und noch einmal darüber gespielt“, befand Philipp Rosenkranz, während Trainer Magnus Niemöller einmal mehr die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft lobte.

Die umso bemerkenswerter sind, weil die Spvgg. auch am Waldschlösschen einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. Schon nach acht Minuten fiel Deniz Batman aus. Die Diagnose aus dem Krankenhaus: Schienbeinbruch.
Für Batman musste Timo Ostdorf frühzeitig ran, der aber gar nicht fit war. Tim Kilian musste gleich ganz passen, und Christopher Ditterle spielte trotz Muskelfaserriss in der Leiste und nur unter Schmerzen. Bei zwei, drei Lippstädter Distanzschüssen vorrangig nach der Pause war Ditterle aber auf dem Posten.

Wie es am Ende auch Stefan Oerterer war. In der Phase des bereits angesprochenen „kreativen Chaos“ rückte Innenverteidiger Nils Eisen mit nach vorne. Der Kapitän hatte den Blick und den feinen Fuß, um den im Strafraum lauernden „Ö“ zu bedienen, der das Leder hoch ins kurze Eck zum 2:2 drosch (90.).

Von Olaf Krimpmann

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