rw_essenZum ersten Mal seit 1998, damals in der Regionalliga West/Südwest, trifft RWE in einem Punktspiel auf die Spvgg. In der Fremde musste die Mannschaft von Essens Trainer Waldemar Wrobel zuletzt den ersten Rückschlag hinnehmen, unterlag 1:2.

 
Für Wrobel ist das aber kein Grund zur Beunruhigung: „Irgendwann erwischt es jeden. Die Niederlage wirft uns nicht um.“ Was seine Mannschaft gegen die Erkenschwicker besser machen muss, erklärt Waldemar Wrobel, der die 1:4-Pleite in der Vorbereitung nicht vergessen hat, im folgenden Interview.

 

Hallo, Herr Wrobel! Wo lagen die Gründe für die Niederlage beim VfB Hüls?
„Wir haben lange Zeit zu passiv agiert und in der Offensive zu wenig Akzente gesetzt. Daher ging der Hülser Sieg auch in Ordnung. Aufbauen können wir aber auf der Leistung der letzten 20 Minuten. Da haben wir sehr viel Druck gemacht und uns auch einige Chancen erspielt. Leider war es zu spät.“

Wie geht man mit solchen Rückschlägen um?
„Wir gehen damit ganz normal um, haben die Fehler angesprochen und aufgearbeitet. Die Mannschaft kann solche Rückschläge verkraften, da wir alle mit unserem Saisonstart sehr zufrieden sein können.“

Angreifer Mike Kuta gab sein Debüt in der NRW-Liga, wurde eingewechselt. Wie bewerten Sie seine Leistung?
„Für den ersten Einsatz hat Mike Kuta seine Sache sehr ordentlich gemacht und nach seiner Einwechslung etwas mehr Tempo ins Spiel gebracht. Er hatte während der Vorbereitung Pech, weil er mehrmals über muskuläre Probleme geklagt hatte. Ich sehe ihn jetzt auf einem guten Weg. Dass er in Hüls eingewechselt wurde, kam nicht von ungefähr.“

Was muss die Mannschaft am Freitag gegen die Spvgg. Erkenschwick besser machen?
„Wir müssen von der ersten Minute an dominant auftreten und wieder selbst agieren, statt nur zu reagieren. Außerdem benötigen wir mehr Ballsicherheit, haben uns zuletzt in Hüls etwas zu schnell von der Kugel trennen lassen.“

In den vergangenen Spielen haben Sie einige Umstellungen vorgenommen. Beispielsweise wechselten sich zuletzt Patrick Dutschke und Dirk Jasmund auf der rechten Abwehrseite ab!
„Insgesamt herrscht ein großer Konkurrenzkampf in der Mannschaft. Alle brennen darauf, von Anfang an aufzulaufen. Keiner hat eine Aufstellungsgarantie. Jeder muss sich in jeder Woche im Training neu beweisen, um am Spieltag dabei zu sein.“

Wie gut kennen Sie den Aufsteiger vom Stimberg?
„In der Vorbereitung haben wir ein Testspiel gegen Erkenschwick bestritten und haben 1:4 verloren. Meine Mannschaft geht gegen die Spvgg. also hoch motiviert ins Spiel und hat auf jeden Fall noch etwas gutzumachen.“

Während man an der Hafenstraße alle vier bisherigen Partien gewinnen konnte, gelang in der Fremde erst ein Sieg. Woran liegt das?
„Ich sehe da aktuell keinen Trend. Die Unterstützung der Fans ist fantastisch. Auswärts haben wir zwar auch gut gespielt, mussten aber auch gegen ambitionierte Gegner wie etwa die SSVg. Velbert oder Schwarz-Weiß Essen spielen. Auch der VfB Hüls hat eine gute Mannschaft. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in der Fremde demnächst wieder gewinnen können.“

Quelle: Stimberg-Zeitung

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