Nimmt im Spiel gegen den TuS Ennepetal vergeblich Maß: Florian Fricke. --Foto: Krimpmann  Eins steht schon vor dem Oberliga-Gipfel im Wattenscheider Lohrheide-Stadion für Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller fest: „Wir spielen als Aufsteiger eine herausragende Saison, und die kann uns niemand mehr kaputt machen.“


Dem entsprechend gelöst gehen seine Mannen in die Partie in Wattenscheid. Für den Tabellenzweiten steht ungleich mehr auf dem Spiel: Der Dreikampf zwischen Lippstadt, Wattenscheid und Erndtebrück um die beiden Aufstiegsplätze ist unverändert eng, jeder Ausrutscher könnte so kurz vor Saisonende fatale Folgen haben.

Der Erkenschwicker Respekt ist groß. Niemöller: „Qualitativ und quantitativ ist Wattenscheid eine extrem gut besetzte Mannschaft.“ Wovon sich der Übungsleiter am Mittwoch überzeugen konnte, als Wattenscheid in der siebten Minute der Nachspielzeit noch zum 1:1-Ausgleichstreffer in Sprockhövel kam. Wattenscheids Trainer André Pawlak war dafür am Donnerstag auf Stippvisite am Stimberg, was zeigt: Beide Trainer nehmen das Spiel ernst. Sehr ernst sogar.

Dass die Nullneuner zu packen sind, beweist das 5:0 aus dem Hinspiel. Es ist ein Resultat, das für die „Schwicker“ eher ein gefährliches ist. So sieht es jedenfalls der Trainer. Niemöller: „So etwas lässt sich nicht planen oder wiederholen. Dazu kommt, dass Wattenscheid dieses Spiel mit Sicherheit nicht vergessen haben wird.“ Allerdings, so räumt der Übungsleiter ein: „Wir auch nicht“.

Das wenig ansehnliche 0:0 seine Mannschaft am Donnerstag gegen den TuS Ennepetal brachte zugleich zwei Erkenntnisse: Erstens muss es zwischen beiden Teams nicht immer zu vielen Toren kommen. Das 0:0 spiegelt den Spielverlauf eindrucksvoll wider. Zweitens geht es offenbar nicht ohne Platzverweis. Donnerstag sah Ennepetals Igor Stojkoski Rot nach einer Tätlichkeit an Davide Basile (86.).

Allerdings läuft der „Schwicker“ Akku gerade auf Reserve. Sonntag in Wattenscheid braucht das Team zweifellos mehr „Saft“. So sieht es auch der Trainer. „Wattenscheid ist noch mal ein absolutes Highlight“, baut Niemöller darauf, dass sich sein Team aller körperlichen Qualen der letzten Zeit zum Trotz noch einmal von selbst motivieren wird.
SG Wattenscheid 09 - Spvgg. Erkenschwick; So., 15 Uhr – Lohrheide-Stadion, Lohrheidestraße 82

Von Olaf Krimpmann

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