Als das Knie noch heile war: Pascal Kurz bei einer seiner Paraden, hier gegen Stefan Oerterer. Foto: Krimpmann  Der Rasenplatz in Schermbeck bleibt ein verflixtes Geläuf für die Torhüter. Schermbecks Keeper Pascal Kurz traf es am Sonntag dort zum zweiten Mal binnen weniger Monate.



Nach gerade auskuriertem Achillessehnenriss zog sich der 29-Jährige im Spiel gegen die Spvgg. Erkenschwick einen Riss der Quadrizepssehne im Knie zu, als Kurz in der Nachspielzeit einen zu lang geratenen Pass klärte.

Direkt nach dem Spiel ging’s für den Marler ins Krankenhaus. Wie lange Kurz diesmal ausfallen wird, ist offen. Dass er diese Saison nochmals auflaufen wird, dürfte allerdings ausgeschlossen sein.

Aber auch die Spvgg. Erkenschwick ging nicht ohne Blessuren aus dem Spiel. Mitte der ersten Hälfte zog sich Spvgg.-Keeper Ditterle eine Verletzung in der Leiste zu.

Zwar konnte der Schlussmann die Partie zu Ende spielen. Eine eingehende ärztliche Untersuchung am Montag aber brachte die Erkenntnis: Muskelfaserriss in der Leiste. Mit Ditterle droht nun Erkenschwicks Stammkraft Nummer zwei zwischen den Pfosten auszufallen.

Marcel Müller hat sich bekanntermaßen einen Fingerbruch an der linken Hand zugezogen, trug Sonntag noch immer einen dicken Verband.

„Vielleicht schafft er’s bis zum Lippstadt-Spiel am Sonntag“, hofft Erkenschwicks Trainer Niemöller, für den das 1:0 damit teuer war.

Und da etliche weitere Kräfte in Schermbeck im roten Bereich spielten, gab’s am, Stimberg das, was es selten gibt während der Saison: „Die Jungs haben jetzt zwei Tage am Stück frei. Die sollen in Ruhe Champions League gucken und sich erholen“, wie der Trainer sagt.

Sportlich bleibt die Spvgg. trotz eines zweigespaltenen Auftritts in Schermbeck in der Spur. „Auch wenn wir zuletzt etwas minimalistisch aufgetreten sind, sind wir 2013 voll im Soll“, sagt der Trainer.

Seine Jungs haben erst eine Niederlage im Kalenderjahr kassiert und zuletzt in zwei Auswärtsspielen mit dem bemerkenswerten Torverhältnis von 1:0 vier Punkte geholt.

Der Lohn: Weiter bleibt Erkenschwicker Vierter in der Oberliga-Tabelle. „Das Polster brauchen wir auch“, meint der Trainer mit Blick aufs Gastspiel bei Spitzenreiter Lippstadt und den Verletzungssorgen im Tor, die nur in Schermbeck größer sind.

Wie geschockt auch die Erkenschwicker Spieler waren, zeugt die große Anteilnahme via Facebook. Auch die Spvgg.-Fans applaudierten dem verletzten Pascal Kurz – 2007/2008 in der Oberliga für Erkenschwick im Kasten – aufmunternd, als der Marler mit der Trage vom Platz gebracht werden musste. „Alles Gute von uns allen“, sagt daher auch Magnus Niemöller.

von Olaf Krimpmann

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