schmid philipp3Die Ansage, die Magnus Niemöller vor dem Spiel gegen Neuenkirchen machte, war klar. Ihn interessiere ab sofort nur noch das Ergebnis, nicht wie es zustande komme. „Dass die Mannschaft das aber gleich sofort so gut umsetzen würde, damit hatte ich nicht gerechnet“, meinte der Trainer nach dem 3:1 (1:1) augenzwinkernd.



Nicht schön, aber zweckmäßig – so durfte man die 90 Minuten getrost zusammenfassen. Aaron Vasiliou war mit seinen beiden Treffern (3. und 70.) und einer Vorlage auf Westerhoff (67.) zweifellos der „Man of the Match“.

Neuenkirchen, das früh durch eine Rote Karte dezimiert war, war ein unbequemer Gegner, der selbst in Unterzahl zum Ausgleich durch Simon Brüning kam (32.).

Magnus Niemöller hatte seine Kabinen-Ansage mit Bedacht gewählt. Die vielen Verletzungen, dazu der krankheitsbedingte Ausfall von Kevin Kokot und die hohe Intensität durch die Nachholspiele fordern langsam, aber sicher ihren Tribut. Beim 2:2 in Erndtebrück war sein Team bereits an den körperlichen Grenzen angelangt, deshalb versuchte es der Trainer trotz kleinen Kaders am Samstag mit einer großen Rotation.

Jan Apolinarski und der gerade erst wiederhergestellte Thorben Menne feierten ihre ersten Start-Einsätze 2013, Philipp Schmid gar seinen ersten Einsatz von Beginn an bei den Senioren überhaupt. Für den zuletzt starken Marcel Müller rückte Christopher Ditterle in den Kasten, der gleich bei einer doppelten Großchance durch Klostermann und Seidel (23.) seine ganze Klasse zeigte und einmal mehr unterstrich, dass die „Schwicker“ zwei Nummern eins in ihrem Kader haben.

Das frühe Führungstor durch Vasiliou, der einen von Stefan Oerterer an die Latte getretenen Freistoß aus kurzer Distanz einköpfte (3.), und die Überzahl-Situation vier Minuten später (Rot gegen Neuenkirchens Rafael Figureido) brachten aber keine Sicherheit ins Erkenschwicker Spiel.

Der Ausgleichstreffer für Neuenkirchen in der 32. Minute fiel damit nicht unverdient. „Das beste an der ersten Halbzeit war daher der Abpfiff“, meinte dann auch Magnus Niemöller, der die Fehler schnell erkannt hatte: „Wir haben gar kein Gegenpressing gespielt.“

Das wurde nach Wiederanpfiff und der Hereinnahme von Philipp Rosenkranz und David Sawatzki deutlich besser. Einmal musste Ditterle noch gegen Brüning parieren (53.), dann hatten die Schwarz-Roten alles im Griff.

Die Tore durch Sebastian Westerhoff nach Doppelpass mit Aaron Vasiliou (67.) und durch den Stoßstürmer selbst (70.) waren die logische Konsequenz.

von Olaf Krimpmann

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