jubel in rhynernEigentlich schade, dass diese Saison für die Spvgg. Erkenschwick nun schon vorbei ist. Am Ende der Spielzeit drehte der Oberligist noch einmal richtig auf, holte beim 3:2 (1:1) in Rhynern drei Punkte und setzte Stefan Oerterer ein weiteres Denkmal. Mit seinen beiden Treffern und der Torvorlage zum 3:2 durch Nils Eisen war „Ö“ am Sonntag dabei nicht nur der Spieler des Spiels.

 

Schöne Grüße (von links): Nils Eisen, Deniz Batman, Daniel Feldkamp, Tim Kilian und Lukas Opiola bejubeln den Erkenschwicker Führungstreffer durch Stefan Oerterer (nicht im Bild) auf ihre Art und Weise. Foto: Olaf Krimpmann

Sollte am letzten Spieltag, den die Spvgg. bekanntlich schon hinter sich hat, nichts mehr anbrennen, wird der Recklinghäuser seinen Titel als Oberliga-Torschützenkönig verteidigt haben. Die stolze Trefferzahl, die seit Sonntagnachmittag, Punkt 16.12 Uhr, amtlich ist: 30! Oerterers ärgster Verfolger, Damir Ivancicevic (RW Ahlen) ging diesmal leer aus und muss am kommenden Wochenende satte fünf Tore aufholen, um „Ö“ noch abzufangen.

 In einem guten, trotz der Hitze auch temporeichen Spiel nutzte Oerterer im Stadion Papenloh gleich seine zweite Chance, um seine Farben in der 28. Minute in Führung zu bringen. Den Tabellenzweiten hatten die Schwarz-Roten bis zur 30. Minute voll im Griff, ehe Rhynern mit dem ersten gefährlichen Angriff durch Thanh Tan Tran ausglich (34.).

 Nun gab es Chancen auf beiden Seiten, und es passte zum Nachmittag, dass Oerterer seine Farben nach Flanke von Tim Forsmann erneut in Führung brachte (55.). Kaltschnäuzig verwandelte der Torjäger aus acht Metern.

 Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gäste bereits in Überzahl, da Schiedsrichter Florian Exner einen Tritt von Dustin Wurst gegen Christoph Kasak als Tätlichkeit wertete und den Westfalia-Kapitän des Feldes verwies (53.).

 Aber wie so oft, machte sich die numerische Überzahl für die „Schwicker“ kaum bemerkbar. Auch, weil Rhynern stark um seine sportliche Aufstiegschance fightete und immer wieder aufblitzen ließ, warum die Mannschaft bis Sonntag auf Platz zwei stand.

 Vor allem bei Standards waren die Mannen von Björn Mehnert brandgefährlich. Ein solcher – ein Freistoß – führte abermals durch Tran zum erneuten Ausgleich (61.).

 Erkenschwick schüttelte sich kurz – und machte unbeeindruckt weiter. Die Schwarz-Roten präsentierten sich zum Saisonausklang in bestechender Form. Spritziger waren die Gäste in vielen Situationen, gedankenschneller in fast allen. Wie in der 76. Minute, als Stefan Oerterer einen Freistoß schnell ausführte und Nils Eisen auf die Reise schickte.

 Alleine vor Westfalia-Keeper Christoph Hunnewinkel bewies auch der Spvgg.-Kapitän echte Torjägerqualitäten und versenkte den Ball sicher zum 3:2 im Netz. In den letzten Minuten ging es dann noch heftig hin und her.

 Erkenschwick hätte sich das Zittern ersparen können, hätte der mustergültig blank gespielte Philipp Rosenkranz das fast leere Tor getroffen (89.). Aber auch so wurde am Papenloh gefeiert: Stimmlich waren die Spvgg.-Fans von der ersten Sekunde an Herr im Hause. Und nach Abpfiff bebten die Wände der Erkenschwicker Kabine. Dieser Abschluss machte gleich wieder Lust auf die nächste Saison.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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