setzke_2007Für Trainer Magnus Niemöller ist er der absolute Wunschkandidat für die letzte freie Position im Angriff. Für die Anhänger ist er einfach nur der „verlorene Sohn“, der nun endgültig zurückkehrt: Martin Setzke wird sich wieder der Spvgg. Erkenschwick anschließen und versuchen, mit dem Traditionsverein die Qualifikation für die neue Oberliga Westfalen zu schaffen.


Trägt bald wieder das schwarz-rote Trikot: Martin Setzke, der in der letzten Oberliga-Saison 2007/2008 Spielführer der Erkenschwicker Mannschaft war. Foto: Krimpmann
In Kürze wird der Angreifer am Stimberg einen Vertrag unterzeichnen, bereits am Mittwochabend absolvierte der Oer-Erkenschwicker bei seinem Stammverein die erste Laufeinheit mit. „Ich freue mich ganz einfach wieder auf Erkenschwick“, sagt Setzke. Für ihn sei die Rückkehr in der Tat eine Herzensangelegenheit gewesen, auch wenn sie eine mit einigen Fragezeichen sein wird. Seit seiner schweren Knieverletzung, die sich Setzke am 12. August vergangenen Jahres zugezogen hat, hat der Stürmer kein Spiel mehr bestritten. Die Fragen liegen auf der Hand: Hält das Knie? Und wenn ja, wie lange wird Martin Setzke brauchen, um wieder „der Alte“ zu sein?

Wunderdinge, das scheint klar, dürften so schnell nicht zu erwarten sein. Bis der 28-Jährige überhaupt wieder vor den Ball wird treten können, könnte es auch noch dauern. Noch fehlt das Okay von der Berufsgenossenschaft. Dennoch wird die Rückkehr Setzkes am Stimberg als gutes Zeichen gewertet. Zur Erinnerung: Hinter Schwarz-Rot liegt eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen, die erheblich am Ruf gekratzt hat.

Martin Setzke ist dabei nicht der einzige Rückkehrer, auf den Magnus Niemöller in der Westfalenliga bauen kann. Nils Eisen etwa oder Sebastian Westerhoff sind am Stimberg ebenfalls in guter Erinnerung geblieben und gehörten in ihren Vereinen in der vergangenen Saison zu Stammkräften in der NRW-Liga wie es etwa auch Tim Kilian war, der bei Westfalia Herne den kompromisslosen „Sechser“ gespielt hat; eine Position, auf der Niemöller offenbar Handlungsbedarf sah.

David Sawatzki, Philipp Rosenkranz oder Marvin Piechottka sind ebenfalls vor Jahren in der U19 und in den Senioren schwarz-rote Gene implantiert worden. All’ das schafft natürlich eine Identifikation, wie sie einige der treuen Anhänger zuletzt durchaus vermisst haben. Ohnehin scheint die Spvgg. Erkenschwick in der Westfalenliga-Saison 2011/2012 besser aufgestellt zu sein als in der NRW-Liga 2010/2011. Auch Martin Setzke hält große Stücke auf den Kader: „Wir wollen mitspielen um einen Platz in der Oberliga Westfalen. Auch wenn die Konkurrenz stark sein wird, glaube ich, dass wir eine gute Chance haben, das Ziel auch zu packen.“

Wie viele Westfalenligisten sich für die Oberliga Westfalen qualifizieren werden, ist offen. Fakt ist, dass der Meister die Oberliga auf jeden Fall sicher hat. Er darf dazu sogar ein Relegationsspiel gegen einen NRW-Ligisten um den Regionalliga-Aufstieg bestreiten.

Von Olaf Krimpmann

 


 

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