oertererWestfalenliga-Spitzenreiter Spvgg. Erkenschwick hat seinen Vorsprung vor dem TuS Erndtebrück eindrucksvoll verteidigt. Mit einem fulminanten Sturmlauf in der zweiten Hälfte bogen die Kicker vom Stimberg einen 1:3-Pausen-Rückstand beim SV Herbede noch um, siegten 4:3.

 

In Herbede langte der Erksnchwicker Torjäger gleich drei Mal hin. Foto: Krimpmann   

 
In der Pause war es in der Erkenschwicker richtig laut geworden, berichtete Abwehrchef Thomas Falkowski hinterher. Sein Tenor: „Wenn wir uns zusammenreißen, als Einheit auftreten, dann gewinnen wir das Ding noch und werden Meister.“ Worte, denen Taten folgten – was nach einer missratenen ersten Halbzeit auch nötig war.
In der passierte 25 Minuten wenig Aufregendes, dann nahm die Partie Fahrt auf. Dank eines glücklichen Treffers: Herbedes Ümit Günkaya zog aus 18 Metern, Marvin Schurig fälschte den Ball unhaltbar für Torhüter Christian Götz ab – 1:0.
Die Spielvereinigung antwortete. Nach einem Bilderbuch-Angriff köpfte Stefan Oerterer (Foto) eine Flanke von Dominik Ernst in den Torwinkel – 1:1 (32.). Zwischenfazit: Die Schwarz-Roten spielten auf Kunstrasen einen sehenswerten Ball, ihr Defensivverhalten schwankte aber zwischen fahrlässig und mangelhaft. Das nutzten die Gastgeber eiskalt aus.
Günkaya legte per Kopf für Fabian Fröhning auf – 2:1 für Herbede. Dennis Warncke war zwar dem erneuten Ausgleich nahe: Seinen Freistoß lenkte Torhüter Markus Fuchs mit glänzender Paraden ans Aluminium (38.). Statt 2:2 hießt es plötzlich aber 3:1: Christian Götz parierte noch den Foulelfmeter von Fabian Fröhning. Beim anschließenden Eckball ließen ihn seine Vorderleute wieder im Stich: Günkaya traf (45.). Dann war endlich Pause.
Es war klar, was kommen musste: Die Gäste bliesen zur Attacke. Und wie! Ernst und Oerterer vergaben die ersten Großchancen, dann schlug der Torjäger wieder zu: Auf Pass von Warncke vollstreckte Stefan Oerterer zum hochverdienten 3:2 (58.).
Weiter ging’s in eine Richtung. Trainer Jürgen Wielert drehte mit zusätzlichen Offensiven (Petrovic und Glembotzki) weiter am Rad – und wurde belohnt. In der 82. Minute flankte Ernst in den Strafraum , wieder war Oerterer der Abnehmer und traf zum 3:3.
Wer glaubte, darauf würde sich der Spitzenreiter ausruhen, wurde schnell belehrt. Die Schwarz-Roten attackierten mit hohem Risiko weiter. Mut, der sich auszahlte: In der 87. Minute krönte Tobias Bockhoff die furiose Erkenschwicker Halbzeit und traf zum 3:4. Der anschließende Jubel: Meisterlich.
Spvgg. Erkenschwick: Götz – Schurig, Falkowski, Brüggenkamp – Allali, Grad (68. Petrovic), Bönighausen (80. Glembotzki), Warncke, Ernst – Oerterer, Ostdorf (38. Bockhoff)

von Olaf Krimpmann

 

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