sawatzki9Am Ende verwaltete die Spvgg. Erkenschwick ihr Kreispokal-Achtelfinale sachlich und unspektakulär, Beifall dafür gab es für den Außenseiter: Der SC BW Wulfen hatte gegen den Oberligisten beherzt gekämpft und sich beim 2:6 (2:4) achtbar aus der Affäre gezogen.

 

  David Sawatzki Spvgg. Erkenschwick Fußball Kreisspokal SC BW Wulfen Hiergeblieben: Wulfens Nico Genieser versucht den Erkenschwicker David Sawatzki zu stoppen. Foto: Olaf Krimpmann

Während der in der Punktspielrunde noch ungeschlagene A-Kreisligist bei seinen Anhängern Sympathiepunkte sammelte, entledigte sich die Spvgg. auf den ersten Blick nur zwar einer eher lästigen Pflicht. Aber da steckte am Ende mehr dahinter!

 Nach den Pokalniederlagen bei der DJK Spvgg. Herten, dem SC Hassel (beides im Elfmeterschießen) und bei YEG Hassel (in der Verlängerung) zeigten die Schwarz-Roten jetzt endlich, dass sie es auch auf Asche können. Das ungeliebte Geläuf trug einen Teil dazu bei, dass es auch am Donnerstag in Wulfen kein ansehnliches Spiel war.

 Den anderen trug der SC Blau-Weiß bei. Der schüttelte sich kurz nach dem – allseits erwarteten – frühen Rückstand in der siebten Minute, einem Kopfballtreffer von Stefan Oerterer aus einem Meter Torentfernung. Und ging zur allgemeinen Erheiterung selbst in Führung.

 Zwei Standards reichten aus, um die Spvgg.-Defensive am Dienstagabend der Lächerlichkeit preis zu geben. Beide Mal kam Aydin Nagel frei zum Kopfball und nickte ein (12. und 18.). Jetzt erst nahmen die Gäste den Kampf an und ließen in einem zuweilen nickligen Spiel nichts mehr anbrennen.

 Vor der Pause bogen Arda Nebi (22.) und Stefan Oerterer (27.; 45.) die Begegnung um, nach dem Wechsel verwaltete der Oberligist das Spiel ohne selbst zu viel tun zu müssen. Die Treffer zum 2:5 durch Oerterer nach einem kapitalen „Bock“ von Wulfens Keeper Feller (82.), und der Freistoßtreffer durch Nebi (89.), ebenfalls unter Mithilfe von Feller, taugten nur noch fürs Protokoll, ansehnlich oder spannend war hier längst nichts mehr.

„Im Pokal kannst du eben nur weiterkommen“, meinte Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller lapidar.

 In der nächsten Runde geht’s nun gegen den TSV Marl-Hüls, höchstwahrscheinlich auf Kunstrasen. Vielleicht sollten die „Schwicker“ dafür mal den weitgehend brachliegenden Ascheplatz am Stimberg-Stadion reaktivieren. Jetzt, wo sie es doch auch auf „rotem Rasen“ können…

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