zaun_stimbergstadionDie neuen Zäune und die zu installierenden Fluchttore im Stimberg-Stadion sind keine Auflagen des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes. Darauf weist Verbandssprecher Roland Lerrois hin.

 

 Das Stimberg-Stadion (Bild vom 17. Februar 2011) ist nicht sicher genug. Für die bevorstehenden Spiele der Spvgg. Erkenschwick in der NRW-Liga müssen neue Zäune gezogen werden. Foto: Krimpmann 
 
Der WFLV reagiert damit auf unsere Berichterstattung von Donnerstag. Bekanntlich muss die Stadt Oer-Erkenschwick umfangreiche Sicherheitsmaßnahme im Stimberg-Stadion durchführen.

WFLV-Sprecher Lerrois: "Der Verband hat der Spvgg. Erkenschwick beim Lizensierungsverfahren keine Auflagen gemacht was das Stadion betrifft." Vielmehr sei es offenbar so gewesen, dass die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in diesem Fall selbst tätig geworden sei und die Umbaumaßnahme im Hinblick auf kommende Risiko-Spiele in der NRW-Liga angeordnet habe. Dies sei kurz vor Weihnachten geschehen. Lerrois: "Von unserer Seite gibt es keine zusätzlichen Auflagen. Allerdings hat das letzte Wort in dieser Sache immer die ZIS." 

Vor dem Gastspiel von Rot-Weiss Essen am 3. April, zu dem rund 5 000 Zuschauer erwartet werden, müssen die Umbaumaßnahmen abgeschlossen sein. Bereits am Montag wird es eine Stadion-Abnahme mit Vertretern der ZIS geben. Die der Polizei NRW unterstellte Behörde hat bereits klar gemacht: Werden die Baumaßnahmen nicht umgesetzt, findet bereits das nächste Heimspiel der Spvgg. Erkenschwick in der NRW-Liga gegen die Sportfreunde Siegen nicht statt.


Die Partie gegen Siegen, zu der einige hundert Siegener Fans auch der kritischen Kategorien B und C erwartet werden, gilt als Testlauf für das Spiel gegen RWE. Dort wird die Spvgg. ein völlig neues Sicherheitskonzept fahren müssen, das auch für die eigenen Zuschauer massive Änderungen mit sich bringen wird. Schon gegen Siegen muss der Verein auf eigene Kosten einen Pendelbusverkehr vom Hauptbahnhof Recklinghausen ins Stadion einrichten.

Die Stadt Oer-Erkenschwick als Eigentümer des Stimberg-Stadions muss für die Umbaumaßnahmen 25 000 Euro bereitstellen. Bereits jetzt ist das in seiner heutigen Form in den 1970er Jahren fertig gestellte Stimberg-Stadion komplett umzäunt und steht im Vergleich zu vielen anderen Sportanlagen in der NRW-Liga sehr gut da. Zu normalen Heimspielen finden sich im weiten Rund etwa 350 bis 400 Zuschauer ein, Partien wie gegen RWE sind die absolute Ausnahme.

 von OIaf Krimpmann

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