Verlängerte um ein Jahr: Trainer Magnus Niemöller würde es nicht überraschend. Foto: KrimpmannFreitag wurde der Mannschaftsrat informiert, Sonntag wusste es die Öffentlichkeit: Magnus Niemöller bleibt zusammen mit Andreas Letzner auch in der kommenden Saison Trainer beim Oberligisten Spvgg. Erkenschwick. Aus dem Trainer-Trio wird aber voraussichtlich ein Duo, denn Klaus Maßmann, ebenfalls langjähriger Weggefährte aus gemeinsamen Tagen an der Seitenlinie der U19, wird wohl kürzer treten.

 

Was bei vielen Vereinen kaum mehr wert ist als eine Randnotiz, ist am Stimberg eine Meldung mit hoher Aussagekraft. Niemöller/Letzner streben ihr drittes Jahr an der sportlichen Spitze des Traditionsvereins an; eines Vereins, bei dem die Halbwertszeit eines Trainers in den vergangenen 20 Jahren kaum mehr als zwei Jahre überdauerte.

Geht es nach vielen im Umfeld der Schwarz-Roten, könnten Niemöller/Letzner auch bis zur Rente weiter machen. Der Vertrauensvorschuss für die zwei im Klub und in dessen Umfeld ist riesengroß. Ein Vorschuss, den sich beide zusammen mit der Mannschaft auch erarbeitet haben.

So sieht es jedenfalls Magnus Niemöller: „Ich glaube, die Fans in Erkenschwick haben schon ein gutes Gespür, wenn ehrliche Arbeit abgeliefert wird. Und genau darum geht es uns: In jedem Training und an jedem Wochenende im Spiel gute, ehrliche Arbeit abzuliefern.“

Dass der sportliche Erfolg – die Spvgg. rangiert als Aufsteiger auf Rang vier der Oberliga Westfalen – ein übriges zum hohen „Wohlfühlfaktor“ (Niemöller) beiträgt, liegt auf der Hand. Der 39-Jährige, mittlerweile im insgesamt elften (!) Trainerjahr am Stimberg, hatte in der jüngeren Vergangenheit durchaus einige Angebote anderer Vereine gehabt, wie er einräumt.

Aber sowohl für ihn als auch für das kickende Personal gelte: „Es lohnt sich, nach Erkenschwick zu kommen. Man muss nicht von hier weggehen, um sportlichen Erfolg zu haben.“ In der Tradition der vergangenen zwei Jahre will die sportliche Leitung die Mannschaft nun punktuell weiter verstärken.

Ziel ist es, bis zur Mitgliederversammlung am Mittwoch nächster Woche mit dem aktuellen Personal weitgehend klar zu sein. „Natürlich wird es Veränderungen geben, geben müssen. Wir müssen den Kader in der Breite anders aufstellen, aber auch qualitativ zulegen“, so Niemöller, der dabei die volle Rückendeckung des künftigen Vorstandes mit Hermann Silvers an der Spitze hat.

Wozu es dann letzten Endes reichen wird, sei Stand heute natürlich noch nicht abzusehen. „Wir sind als Aufsteiger Vierter, und ich muss sagen, da oben fühlt man sich wohl“, sagt der Trainer, der den wohl wichtigsten Grund für seine Vertragsverlängerung hinterher schiebt: „Wir haben den Eindruck, dass noch nicht alle Spieler ihre Leistung ausgereizt haben. Und das ist doch die spannendste Herausforderung für ein Trainer-Team, diese Prozente jetzt auch noch heraus zu kitzeln.“

Von Olaf Krimpmann

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