jubel gegen asc dortmundUnter dem Strich verlief die Oberliga-Saison 2014/2015 bei der Spvgg. Erkenschwick unspektakulär. Vielleicht war es diese Tatsache, die das Trainer-Duo Magnus Niemöller und Stefan Mroß samt des Vorsitzenden Hermann Silvers dazu verleitete, am Montag letzter Woche eine für Erkenschwicker Verhältnisse spektakuläre Vorstellung seiner Neuzugänge vorzunehmen?

 

Die Spaßfußballer der Oberliga: Die zuletzt gute Stimmung will Trainer Magnus Niemöller nun mitnehmen in die neue Saison.  Foto: Krimpmann

Die Europaliga habe man mit Platz sechs in der vergangenen Oberliga-Spielzeit erreicht, so Magnus Niemöller im proppenvollen Vereinsheim. Nun sei es an der Zeit, wieder weiter nach oben zu schauen – in Richtung Champions League! Lauter Beifall brandete auf. Ob der Trainer heute, mit ein paar Tagen Abstand, spürt, dass er möglicherweise die Latte für die neue Spielzeit damit sehr hoch gelegt haben könnte?

 Niemöller, mittlerweile „wiederhergestellt“ von der Mannschaftsfahrt nach Mallorca, bleibt dabei. Zumindest weitgehend. „Dass die Fans sich freuen auf die neue Spielzeit, soll auch so sein“, so der Trainer. „Natürlich haben wir den Kader qualitativ und quantitativ aufgestockt. Aber mit den Erwartungen ist es immer so eine Sache…“

Niemöller will kurz vor dem Trainingsstart am Sonntag nicht zurückrudern, weist aber auch auf unzählige Beispiele auch in der Oberliga Westfalen hin, bei denen Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklafften.  Und damit genau das am Stimberg nicht passiert, legt der Trainer den nächsten Gang ein: „Jetzt gilt es, die positive Stimmung mitzunehmen. Sie dürfte hilfreich dabei sein, alles schnell zusammenzufügen. Denn auch diese Vorbereitung wird wieder fix vorbei sein.“

Niemöller geht mit fünf externen Neuzugängen in die Saison, wobei es sich ausnahmslos um erfahrene und gestandene Spieler handelt. Arda Nebi, Timo Erdmann und Mirko Eisen sollen dabei das Offensivspiel ankurbeln, Stefan Grummel eine weitere Allzweckwaffe im Mittelfeld sein und Routinier Dimitrios Pappas als Stabilisator in der Verteidigung wirken.

 Der Konkurrenzkampf am Stimberg ist damit ab sofort eröffnet. Ein Konkurrenzkampf, der auch beim verbliebenen Stamm neue Energien freisetzen soll. Niemöller: „Damit sollten auch die in Anführungszeichen alten Spieler noch einmal mehr aus sich rausholen müssen.“

Weiteres Plus: Marcel Müller hat die Folgen seines Kreuzbandrisses überstanden und kann wieder voll ins Training einsteigen. Da auch auf seinen „Ersatz“ Tim Oberwahrenbrock in der vergangenen Rückrunde stets Verlass war, dürfte selbst im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten ein echter Konkurrenzkampf entbrennen.

 Sieben Wochen vor dem Start in die Oberliga-Saison hat sich dabei offenbar noch kein Team klar positioniert. SV Lippstadt 08, SC Roland und Neuling TSV Marl-Hüls hält Magnus Niemöller auch angesichts der aktuellen Transfers für zu beachten. „Ob die Liga nun in der Spitze stärker wird als zuletzt, ist für mich aber noch nicht abzusehen“, findet der Trainer. Was für sein Team und dessen Ambitionen auch kein Nachteil sein muss.

von Olaf Krimpmann

 

  • Zugänge: Mirko Eisen (SF Stuckenbusch), Timo Erdmann (TuS Ennepetal), Arda Nebi (SV Lippstadt), Dimitros Pappas (SSVg Velbert), Stefan Grummel (SG Wattenscheid 09), Maurice Müller und Firat Akcapinar (beide U19 Spvgg. Erkenschwick).
  • Abgänge: Stephan Nachtigall, Christopher Weißfloh (beide Vogelheimer SV), Alexander Robers (Viktoria Heiden), Michael Strzys (Ziel unbekannt), Lukas Walter (SF Stuckenbusch)
  • Trainer: Magnus Niemöller (seit 1. Juli 2011) und Stefan Mroß (seit 1. Juli 2014)
  • Saisonziel: oben mitspielen
  • Trainingsauftakt: Sonntag, 5. Juli, 11 Uhr (Stimberg-Stadion)

 

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