ecke gegen gueterslohOberligist Spvgg. Erkenschwick sehnt die Winterpause herbei. Die Zeit zwischen den Jahren wird die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller tunlichst nutzen müssen, um an ein paar Stellschrauben zu drehen. Bei der 1:3 (0:0)-Niederlage am Sonntag gegen den FC Gütersloh ließen die Schwarz-Roten fast alles vermissen, was eine Spitzenmannschaft ausmacht.

 

Strittige Szene: Diesen von Stefan Oerterer getretenen Eckball bekommt Güterslohs Keeper Christopher Rump offenbar erst hinter der Linie zu fassen. Foto: Krimpmann

Als diese waren sie angetreten, nun sind sie zurück in der grauen Tristesse der Oberliga-Tabelle. Beim offiziellen Teil der Spielanalyse wählte Trainer Magnus Niemöller dabei noch moderate Formulierungen. Im Anschluss wurde er deutlicher. Zwei Worte reichten aus, um seine Gefühlslage zu beschreiben: „Brutal enttäuscht.“

Das wird die Mannschaft zweifelsfrei auch selbst sein, so viel Selbstkritik dürfte sie haben. Dennoch wird den Schwarz-Roten die Niederlage sicherlich noch Tage später Kopfschmerzen bereiten.

 Sie war nicht einmal unverdient, das steht fest. Und dennoch selbst eingebrockt. Bei allen drei Gütersloher Treffern, die in der 55., 66. und 85. Minute fielen, unterliefen den Schwarz-Roten nämlich kapitale Böcke am und im eigenen Strafraum. Es waren Fehler, die eine Mannschaft wie der FC Gütersloh, der bis Sonntag in der Tabelle sicher weit unter Wert vertreten war, auch zu nutzen weiß.

 Die Spvgg. selbst hatte wenn nicht eine Fülle von Möglichkeiten, so doch eine ganze Reihe guter bis sehr guter. In der zwölften Minute blockte Marc Birkenhake einen Schuss von Stefan Oerterer gerade noch zur Ecke, in Minute 25 scheiterte Nils Eisen mit einem Schuss aus 14 Metern am glänzend postierten Schlussmann Christopher Rump.

 Der war auch in der 48. Minute zur Stelle, als Oerterer einen Eckball direkt aufs Tor zog. Dass der Schnapper den Ball erst hinter der Linie zu fassen gekriegt haben dürfte, was Schiedsrichter Philipp Dräger und seinem Assistenten verborgen blieb, die weiterspielen ließen, passte zu diesem Nachmittag, an dem aus schwarz-roter Sicht nicht wirklich viel klappen sollte.

 Dennoch war die Phase nach Wiederanpfiff die deutlich stärkste der Platzherren, für die Philipp Rosenkranz mit einem Schuss aus zehn Metern noch einmal an Keeper Rump scheiterte (50.).

 Mitten in dieser Drangphase leistete sich Tim Forsmann einen unzureichenden Pass am eigenen Strafraum und lud den FCG zum 0:1 durch Janis Kraus geradezu ein (55.).

 Der sprichwörtliche Treffer aus dem Nichts verfehlte seine Wirkung nicht. Nur elf Minuten später verlor Nils Eisen den Ball am Strafraum gegen Kraus, der Vadim Thomas bediente, schon stand es 0:2. Hoffnung keimte auf, als Lasse Fischer-Riepe im eigenen Strafraum ein Handspiel unterlief und Stefan Oerterer den Elfmeter zum 1:2 nutzte (69.).

 Als die Platzherren alles nach vorne warfen, schlug Gütersloh erneut zu. Lars Schröder profitierte dabei von einem Missverständnis zwischen Nils Eisen und Torhüter Marcel Müller, um den Ball zum 1:3 einzuschieben.

Von Olaf Krimpmann

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