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oberwahrendorf tim4Für die Zukunft scheint Oberligist Spvgg. Erkenschwick gerüstet, doch schaut man auf die Gegenwart, so kann die aktuelle Bilanz niemanden am Stimberg zufriedenstellen. Jetzt kommt es zum Duell mit dem FC Gütersloh, dem zuletzt eine eindrucksvolle Serie gelang: Zwölf Spiele in Serie ohne Niederlage.

 

Auch er bleibt der Spvgg. Erkenschwick erhalten: Torhüter Tim Oberwahrenbrock. Foto: Olaf Krimpmann

Eine Serie, wie sie viele am Stimberg herbeisehnen, an erster Stelle Trainer Magnus Niemöller. Einerseits zeigt sich der Übungsleiter entspannt: „Einen kleinen Defekt hat wohl jede Mannschaft im Laufe einer Serie. Ich bin sicher, wir werden ihn bald beheben.“

Andererseits weiß der Trainer auch: „Die Derby-Niederlage hat sich extrem fies angefühlt.“ Losgelöst vom 3:4 in Herne bleibt dennoch die Frage, wie es kommt, dass die Spvgg. Erkenschwick im Kalenderjahr 2015 noch kein komplett überzeugendes Spiel über 90 Minuten hinlegen konnte? „Die vielen Positivnachrichten der vergangenen Wochen bei unseren Kaderplanungen haben uns vielleicht dazu verleitet, es uns zu gemütlich und zu bequem gemacht zu haben“, mutmaßt Magnus Niemöller. Der kann in diesem Zusammenhang verkünden, dass auch Torhüter Tim Oberwahrenbrock seinen Verbleib am Stimberg zugesagt hat.

 Niemöller weiter: „Aber gerade das können wir auf dem Platz überhaupt nicht gebrauchen, da müssen wir ungemütlich und unbequem sein.“ Was nicht zuletzt der eigene Anhang erwartet.

 Für das auf den Samstag vorverlegte Heimspiel gegen Gütersloh verspricht der Trainer daher: „Die Mannschaft wird sich komplett quälen, damit sie wieder ein für Erkenschwick typisches Heimspiel zeigt.“ Eins, das von Leidenschaft und Emotionen geprägt ist.

 Dabei stellt sich die Mannschaft für Samstag quasi von alleine auf: Mit Lukas Opiola (Rot), Davide Basile (Gelb-Rot), Deniz Batman und Christoph Kasak (Gelbsperren), Christopher Weißfloh (verletzt) sowie Stephan Nachtigall (Arbeit) fehlen gleich sechs Kräfte – darunter sind auch drei Defensivspezialisten. Die schwarz-rote Innenverteidigung muss damit komplett neu aufgestellt werden.

 Mit David Sawatzki (leichte Zerrung) und Philipp Rosenkranz (Magen-Darm-Infekt) hatten zudem zwei Stammkräfte im Training kürzertreten müssen. Magnus Niemöller hat das Abschlusstraining auf Donnerstag vorgezogen, damit ein Tag mehr zur Regeneration bleibt. Und das nicht nur mit Blick auf das Gütersloh-Spiel. Das steht erst am Anfang von zwei englischen Wochen in Serie.

von Olaf Krimpmann

 INFO Spvgg. Erkenschwick - FC Gütersloh; Sa., 16 Uhr – Stimberg-Stadion (Kunstrasen)